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der bürgerlichen Verwaltung Theil zu nehmen; sie glaub»tc» nämlich, cs scp gegen ihre Pflicht, Soldaten oderobrigkeitliche Personen zu werden, indem, nach ihrer Mei-nung Krieg und Regierung aufhören könne, wenn allesChrist scy. So wurde z. B. ein afrikanischer Jüngling,Namens Marimilian, den sein eigener Vater als einentauglichen und gesetzmäßigen Rekruten gestellt hatte, zumTode verurtheilt, weil er hartnäckig auf der Erklärung be-harrte, daß sein Gewissen ihm nicht erlaube, sich demStande eines Soldaten zu widmen. — Ein anderer, einOffizier, warf an einem Festtage sein Degengchcnk, seineWaffen und das Zeichen seiner Offizierswürde weg, undrief mit lauter Stimme aus, daß er keinem andern, alsdem ewigen Könige, Jesus Christus, gehorchen wolle, unddaß er einem abgöttischen Monarchen entsage. Erwurde in der Stadt Tingi von dem Präsidenten verurtheiltund sodann enthauptet.
Tertnlian bemerkt, daß die unbesonnene Handlung ei-nes christlichen Soldaten, der einen Lorberkranz bei einemheidnischen Feste von sich warf, ihn und seine Kammeradenin die augenscheinlichste Lebensgefahr gebracht habe.
Don Christi Tod an, bis zur Zerstörung Jerusalems,finden sich indeß keine Spuren der römischen Intoleranz,man müßte denn die plötzliche und vorübergehende Verfofigung hicher rechnen, welche sich Nero 35 Jahre nach JesuTod, uud zwei Jahre vor der Zerstörung Jerusalems gegendie Christen erlaubt hatte. Im zehnten Jahre der Regie-rung des Nero wurde Rom durch eine Feuersbrunst inSchrecken gesetzt; von seinen 14 Abthcilungen oder Quar-tieren, blieben nur 4 unbeschädigt; das Gerücht klagte Neroselbst als den Mordbrenner an. Er aber schob die Schuldauf die CH r ist en. Tacitus sagt: durch die Geständnissederjenigen, die man ergriffen batte, entdeckte man eine