iliers Meridoza y Rios wegen seines Uebertritts zurevangelischen Religion (Rudolstadt, 1816, Seite Ass, dieBeweise finden. Seine einzige 14jahrige Schwester hattedem Sohne des Generalfiskals und Neffen des ersten Delc-girten der Inquisition die Heirath abgeschlagen. Diese Ab-Weisung des jungen Mannes (Don Pablos genannt) hatteungesäbr um die Mitte 1782 statt gehabt, und schien bei-nahe vergessen zu seyn, als die Eltern auf eine schrecklicheArt daran erinnert wurden. In der Nacht des 1. Nov.,zwischen 12 und 1 Uhr, erscholl das furchtbare Zeichen derh. Hermandad an der Hausthüre. Mit Entsetzen öffneteman. Die Schwester winde fortgeschleppt und in einemunterirrdischen Kerker so lange fcstgchalten bis sie durch ei-nen Blutsturz hingerafft war. Beide Eltern starben vorGram. Der übrig gebliebene einzige Sohn, der die obigeGeschichte geschrieben hat, verkaufte seine beträchtliche Güter,flüchtete damit nach der Schweiz und wurde evangelisch.
Seite 91 liefert der Verfasser ein Verzeichniß der italieni-schen Familien, welche durch die Erbschaften von den Päb-sten bereichert und erhoben worden, und zwar bloß imLaufe der Jahre 1243 bis 1775, mit dem Zusatze, daß allediese Reichthümer zu Tausenden von Millionen durch dieEinfalt der Menschen in der Christenheit aufgebrachtworden.
Seite 102 sagt der Verfasser über die Hauptmarime derrömischen Kurie folgendes:
1) Die Kirche ist über den Staat und gänzlich un-abhängig davon. Sie mag sich indessen den Gesetzenund Verordnungen desselben scheinbar fügen, sobaldes ihr gleichgültig oder nützlich seyn kann. —
2) Die Geistlichkeit muß überall ein Staat im Staate