»Mittelpunkt sich wechselseitig voraussetzen, sich bedingt»finden, von dem Ccntrum wie selbstbedingcnd. Die»dritte, die griechische Kirche, aber wird als eine untere» und äußerliche Vermittelung durch den Uebergang zwischen»beide treten rc. a
Unter allen Geistlichen zeichnete sich durch seine Intole-ranz der ehemalige Erzbischof Eyrill, zn Alerandrien, beson-ders aus. Schon in den Jahren 413 bis 415 war er somächtig, daß er der weltlichen Obrigkeit die Spitze bot.Heftig in der Verfolgung, machte Eyrill den vvm Glückbegleiteten Anfang seiner Regierung mit Unterdrückung derNovatianer, der unschuldigsten und harmlosesten Sekte. Eruntersagte ihren Religionsdienst, und nahm ihre Kirchen-guter weg. Duldung und selbst Gerechtsame der40900 Juden in Alerandrien waren durch die Gesetze derEäsaren und Ptoloinäcr, so wie durch 700jährigen Besitzund Genuß, seit Alexanders Gründung, gesichert. Abergegen die landesherrlichen Befehle, und ohne rechtlichenUrtheilsspruch, führte Eyrill mit Tagesanbruch einen auf-rührerischen Pöbel zum Angriff der Synagogen. Unbewaff-net und unvorbereitet waren die Juden keines Widerstandesfähig; ihre Synagogen wurden der Erde gleich gemacht,und nachdem sie geplündert, gemordet, und aus der Stadtgejagt worden, fielen 500 Mönche den Wagen des zur Un-tersuchung herbeigeeilten römischen Präfekten an, so daßderselbe nur mit Lebensgefahr davon kam- Jndeß wurdeAlerandrien durch den Verlust von 40000 gewerbtrcibendenruhigen Bürgern arm gemacht. (Gibbons Geschichte. 11.Thcil. S. 27.)
Vergleicht man diesen Geist der Intoleranz mit dem,der gegenwärtigen Zeit, so ist er noch immer der nämliche,in sofern irgendwo der Geistlichkeit die Gewalt dazu nochnicht genommen ist, wovon wir in der Geschichte des Spa-