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zügkich unter der Geistlichkeit, wovon ich hier nur fokgende Beispiele anführen will:
Unter dem Kaiser Otto wurde ein Konzilium gehalten,welches aus deutschen, italienischen und longobardischenBischöffcn, nebst der römischen Geistlichkeit bestand. Einigevon den letzter« klagten den Pabst Johann als einenEhebrecher, Meineidigen, Mörder und als einenMann an, der Frauenspersonen aller Nationen, die nachRom Andachts halben gekommen seyen, mit Gewalt zurUnzucht mißbrauche, der sich so wenig aus der Reli-gion mache, daß er einen Diakon im Pferdestall ordini-ret, und überhaupt den Jupiter, Merkurius, ja den Teufelselbst, beim Spielen, bei der Tafel und bei andern Gele-genheiten beständig im Munde führe.
(Schmidts Geschichte. 4ter Band. S. 66.)
Der heilige Bonifacius schrieb im Jahre 1494 an denPabst Zacharias: Die Religion liegt seit 60 bis 70 Jahrenganz zu Boden; die Franken haben mehr als 80 Jahrelang weder eine Kirchenversammlung gehalten, noch einenErzbischoff gehabt. Die Bisthümer sind meistens in denHänden geldbegieriger Layen, oder ehebrecherischerGeistlichen, die auf nichts als den zeitlichen Gewinnsehen. Die Diakonen dieser Bischöffe haben meistens vonJugend auf in Ehebruch und Unreinigkeit gelebt,und unterhalten noch jetzt 4 bis 5, auch wohl noch mehrBeischläferinnen. Dessen ungeachtet getrauen sie sich öffent-lich das Evangelium zu lesen, und werden zuletzt gar Bi-schösse; ja sie vergießen sogar mit eigener Hand das Blutder Christen wie der Heiden.
(Schmidts Geschichte. 2ter Band. S. 286.)
Im Jahre 1563 ließ der Kaiser die Klöster in Oesterreich,Steyermark, Kärnthen und Krain untersuchen und es wur-