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Der Kampf der Finsterniß mit dem Lichte des neunzehnten Jahrhunderts
Entstehung
Seite
69
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Die Bischöffe mußten auch, auf Befehl der Päbste, beiihren Rundreisen darüber Beichte hören:

»Ob ein Weib vorhanden sey, welche zaubern könne,gewisse Nachte mit den Teufeln in Wcibergestalt aufgewissen Thieren reite? Ob Jemand den ZehntenGotte und seinen Heiligen entziehe? Ob Jemand vondem Wasser trinke, in dem ein Wieslein, Mäuslein, odersonst ein unreines Thier ertrunken? Ob Jemand aufdem Weberstuhl die Fäden behexe? Ob ein Mädchenein Kind umgebracht habe? rc. «

Die Strafen der Verbrechen wurden gewöhnlich in blan-ker Münze festgesetzt; und so bezahlte z. B. einer, welchernicht gerne fasten wollte oder konnte, 20 Solidars. Weraber kein Geld hatte, dem wurden die Zähne in den Halsgeschlagen.

(Schmidts Geschichte. 3ter Band. S. 289. 4ter Band,S. 348. und S. 10.)

Nicht weniger sollte der Kirchenvisitator fragen: Obdie Kirche in gutem Stande sey, so daß keine Taubenund Vögel darin nisten konnten. Von welchem Metalle dieGlocken seyen? Ob nicht etwa Heu oder Getreide in denKirchengebäuden aufbewahrt werde? Ob der Pfarrer sichetwa selbst castrirt habe? (Schmidts Handbuch der christ-lichen Kirchengesellschaft. Theil 5. S- 190.)

Ueber den sinnlosen Glauben an Hexerei und seine trau-rigen Folgen findet sich noch eine spätere, und zwar eineerschreckliche Geschichte mitgetheilt in der »BerlinischenMonatsschrift, 2ter Band von 1786,« unter der Rubrik:»Neuestes Beispiel des Aberglaubens und der Mönchsge-»walt in Baiern.« Abgedruckt aus der im Juny (dessel,bcn Jahrs) ausgetheilten Schrift eines verständigen Pa,trioten: » Neuester Herenprozeß aus dem aufgeklärten Heu-