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Der Kampf der Finsterniß mit dem Lichte des neunzehnten Jahrhunderts
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batte Christus scineu Aposteln befohlen, daß keiner vonihnen sich amuaßcii solle, größer sepn zu wollen, als derandere «Marc. 9. v. 32 36); sie sollten in alle Weltgehen, und das Evangelium predigen; wenn sie aber ineine Sradt oder Dorf kamen, wo man ihre Lehre nichtauuebmen wolle, so sollten sie den Staub von ihren Füße»schütteln, (Matth. 10. v. 11.) Auch gab er ihnen nichtallein durch die erzählte Geschichte des von den Priestern«ls Ketzer verdammten Samariters das schöne Beispiel ei-ner liebevollen Duldung (Luc. 10. v. 30.) sondern er ge-bot ihnen auch. Niemand zu verdammen; sie sollten,sagte er, das Unkraut nicht ausrottcn, sondern es mit demWaitzen aufwachsen lassen, damit sie nicht etwa durch Irr-rhum die gute Frucht mit ausrauften. (Matth. 13. v. 29.)

Diese wichtige Lehre, worauf gleichsam das ganze Glückund die Wohlfahrt der Menschheit beruhet, und wodurchdie Griechen und Römer einen so hohen Standpunkt derKultur erreicht hatten, wurde von den ersten Lehrern desChristenthums pünktlich befolgt, und selbst Petrus, welcherdurch seinen Eifer für das Christenthum zu mancherleiUcbereilung verleitet, früher aber seinen Herrn dreimalverlaugnet (Matth. 26. v. 34 61), und dem Malchusein Ohr abgehauen, (Joh. 18. v, 10.) den Ananias undsei» Weib durch die Gewalt seiner Rede getödtet hatte, (Apostel-geschichte 5. v. 1.) und wegen seines Benehmens mit denJuden-Christen von seinem Mitarbeiter Paulus sehr ernst-lich bestraft war, (Galater 2. v. 11.) wurde, durch mancheErfahrungen geläutert, zuletzt von der allgemeinen Liebeund Duldung so ergriffen, daß er mit Begeisterung aus-rief: »Nun so habe ichs in der That erfahren, daß bei»Gott kein Ansehen der Person gilt, sondern daß er an»jedem, der Gott fürchtet und rechtschaffen handelt, aus»welcher Nation er auch sey, sein Wohlgefallen habe.«:(Apssielgrsch. 10. v. 34.)