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Der Kampf der Finsterniß mit dem Lichte des neunzehnten Jahrhunderts
Entstehung
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begnügten, (1 Thim. 6 u. 8) wie es ihnen Christus be-fohlen batte, wohnte der Friede Gottes in seinen Tem-peln , und die Christen standen in einem so hohen Ruf derRechtschaffenheit und Tugend, daß Tertulian nach Ver-lauf von 100 Jahren mit Stolz von ihnen sagen konnte,cs scy noch keiner von ihnen dnrch die Hand des Henkershingcrichtet.

(.Gibbons Geschichte vom Verfall und Untergang desRömischen Reichs. 3ter Theil. S. 190)

Als sich aber unter Protecktion der christlichen Kaiser indie Bischofsstellen gewinnsüchtige Armeelieferanten und an-dere unwissende Günstlinge cindrängten, welche ihr Amt alsein einträgliches finanzielles Gewerbe betrachteten um Schä-tze zu sammlen, z. B. ein Georg von KapadozienznAlexandrien im vierten Jahrhundert, welcher Monopo-licn aus Salpeter, Salz, Papier ertheilte und Leichcnbcstat-tungen nur gegen Abgaben erlaubte, (Gibbons Geschichte5ter Theil S. 400) da nahmen nicht allein die Stetigkei-ten und intolerante Auftritte, sondern auch die Verbre-chen der Christen täglich in solcher Zahl zu, daß sich schonim cilften Jahrhundert in einer Gemeinde jährlich 35Mord-thaten ereigneten (Schmidts Geschichte der Deutschen 4terBand S. 196.) aber noch in einem höher» Grade vermehr-ten sich Reichthnm und Luxus unter der höher» Geistlichkeit.Christus hatte gelehrt, daß sein Reich nicht von dieser Weltsey; er selbst hatte nicht so viel Eigenthnm, daß er sei»Haupt darauf hatte legen können (Luc. G. V. 58.) deshalbwollte er auch nicht daß seine Apostel und Nachfolger irr-dische Schätze sammelten, weil (wie er sagte) kein Reicherins Himmelreich kommen könne. (Marc. 10 D. 25).

Anfangs befolgten sie die Vorschrift ihres Meisters sostrenge, daß, als Christus und Petrus einst auf einer Reisenicht so viel Geld bey sich hatten, um den Zoll bezahlen.