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Der Kampf der Finsterniß mit dem Lichte des neunzehnten Jahrhunderts
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Eine gleiche Kultur bildete sich später unter dem heidni-schen Römern. Diese tolerante Nation bekümmerte sichwenig um andere Religionen, wenn nur ihre Bekenner sichden Gesetzen des Staats fugten, und sich der Intoleranzund Proselytenmacherey enthielten. Ihre mit vielen Pracht-gcbäuden aufgefnhrte Stadt (Rom) von 1,200,OM Seelenbevölkert; ihre 60 Fuß breiten Knnststraßen nach allenWelttheilen; ihre vortrefflichen Post-Einrichtungen; ihrezahlreichen Bibliotheken und Kunstwerke rc. sind durch denObskurantismus späterer Zeiten zerstört, und wir bewun-dern nur noch ihre unter dem Schutt begrabenen Trümmer.Unsere Hochschulen aber bilden sich nach den übrig geblie-benen Resten römischer und griechischer Litteratur. Woherist cs indeß gekommen, daß alle diese großen Denkmäler derKünste und Wissenschaften, der religiösen Duldung undAufklärung, wieder verloren gegangen sind? Wie war esmöglich, daß die Nachkommen jener herrlichen Völker ineine solche Unwissenheit verfallen konnten, daß sie mathe-matische Wahrheiten als ein Werk des Satans, und un-schuldige Menschen als Heren verbrannten, ja, daß siediese Jrrthümcr über 1500 Jahre hindurch unterhielten?War etwa der Einfall und die. Ansiedelung der Barbaren,oder die im vierten Jahrhundert allgemein eingcführte undmißverstandene christliche Religion unter hierarchischen Prie-stern daran schuld? Oder gehörten alle diese Misgriffeund feindliche Gesinnungen gegen die Vernunft, zu demgroßen Plane der Vorsehung, um der Menschheit die Au-gen zu öffnen, und sie durch ihre eigene Geschichte zu be-lehren, daß nur Duldung und wahre Aufklärungglücklich machen ?

So lange dem Christenthnme fromme Bischöffe aus demStande der gemeinen Bürger- und Handwerker vorstanden,welche die edlen Metalle als Sinnbilder des Lasters verab-scheucten, und sich mit geringer Nahrung und Kleidung