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Die anschaulichste Idee von der Größe ihrer Wirksam-keit bekommt man aber, wenn man z. B. weiß, daß schollin den ersten 10 Jahren (1804 — 1814) durch die freiwil-ligen Beitrage dieselben in den Stand gesetzt wurden,209287 Pf. Sterling oder 1 Million 795722 Rthlr. fürihre Zwecke zu verwenden; daß schon über 100 Ausgabenin den allcrvcrschiedcnsten europäischen, asiatischen, afrika-nischen und amerikanischen Sprachen, Dialekten rc. veran-staltet sind. In den letzten 5 Jahren hat sich jene Summeverdoppelt, so daß unstreitig diese englische Bibelgesell-schaft eines der größten religiösen Institute ist, die jemalscristirt haben; und dessen jährliche Ausgaben fast an 50000ÜRtlr. steigen re.
Ss sind freilich in der römischen Kirche viele Gegner,welche unter dem Vergeben, daß die Uebersetzungen vorden katholischen Geistlichen, Leander van Eß, Gos-ncr und mchrernAndern, welche die Bibelgesellschaften ver-thcilcn, nicht getreu übersetzt sehen; unter welchem Vor-wände den Profanen die Bibeln abgenommen, als Makula-tur verbrannt werden. Sobald aber diese Männer die un-richtige Stellen angebcn sollen, so schweigen sie, und be-gnügen sich damit, ihren verächtlichen Zweck erreicht zuhaben. *)
*) Man hatte im dreizehnten Jahrhundert hie und da, sowohl inDeutschland als Frankreich und England, Uebersetzungen derBibel in die Muttersprache erhalten, und da die Laien mitBegierde auf ein Buch Hinsielen, das, großcnthcils Geschichtein natürlichster Einfalt erzählt, auch auf den unwissendstenHaufen wirken konnte, da jedem, der nur einen Blick indieses Buch warf, der Gegensatz seines Inhalts mit der ganzendamals herrschenden Religion auffiel, so wurde auf Concilienverboten, daß ein Laie die Bibel in der Muttersprache lesen solle.
(S. Spittlers Grundriß der Geschichte der christlichen Kirche.)