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Der Kampf der Finsterniß mit dem Lichte des neunzehnten Jahrhunderts
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denn der Souverain war nicht geneigt, das Alte abzuschaf-sen. Wenn gleich Spaniens Regierung vor der Hand nochvon keiner allgemeinen Duldung etwas wissen will, so istdoch der Zeitpunkt nicht mehr fern, wo sic eingesührct wer-den wird, es müßten denn Künste und Wissenschaften jenemLande ganz fremd bleiben. Das protestantische Deutschlandund England werden freilich dadurch einen empfindlichenStoß, rücksichtlich ihres Waarendebits, erleiden, aber wersollte es nicht gerne sehen, daß eine unterdrückte Nationwieder empor kommt.

Spanien, Portugal, Italien re. waren in Künsten,Manufakturen und Fabriken bisher so weit zurück, daß sienicht allein ihren Waarenbedarf von den protestantischen Fa-briken zogen, sondern sogar auch ihre Rosenkränze, Crucifirevon den Protestanten im Bergischen, in Nürnberg rc. ver-fertigen ließen. Ja, dieses gieng so weit, daß das Bel-gische Wupperthal jährlich für 11 Millionen Francs anBändern und Spielereien zu den Prozessionen Spaniensund Portugals lieferte.

Man kann zwar nicht in Abrede stellen, daß die Bau-kunst und die damit verbundene Maler- und Bildhauer-kunst durch die Stürme der Reformation eher verloren alsgcwommen hat; aber man weiß auch, daß sich diese Künsteüberall nur durch den geheimen Qrden der Johanncsbrüdernicht aber durch die Pflege von Seite des katholischen Roms,erhalten haben. Daß der Protestantismus so weit voran-geschritten, ist wohl in der Freiheit des Geistes, in demLesen der Bibel, welche eine Menge Geistliche überflüssigmacht, so wie in seinen bessern Schulen, gewiß aber auchin der Verfolgung desselben zu suchen, wozu unbegreiflicherWeise das so frühzeitig verfeinerte und gebildete Frankreich,auf Anstiften der Geistlichkeit den Anfang machte.*) Durch

*) Daß das französische Volk mehr als manches andere zur Tole-ranz geneigt war, davon kann folgende aus dem Constitutione!