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Denkvcrsc.
Du bleibst mcinschönstesEigcnthum;i O lebt' ich immer dir zum Ruhm!
«j 274. In Anderer VergehnI Kannst du dein eignes, wie im Spie-j gcl sehn,
l 2/5. Wer im Dienst der Menschen-'i liebe steht,
j Aerntetreichlich,weilerreichlich sä't.
I 276. Soll Friede ganz dein HerzI erfüllen;
« Mußt du dich ganz inDemuthhüllen.I 277- Christenrach' ist — Lieb'undU Huld;
U Christenwaff' ist Sanftmuth undH Geduld.
3 278. Was frag'ich nach der Bahre,
Wenn ich gen Himmel fahre?
279. Nnr uns're Schuld,
Nicht Gottes Huld,
^ Verschließt die Pforte
- Zum Lcbensorte.
' 280. Willst du hören,
i W i e Gott zu ehren?
Aus Herzensgründe!
; Mit fröhlichem Munde!
^ Zu jeder Stunde!
281. Im reinsten AetherAthmet der Beter.
282. Fromme Seele,
Tief verhehle,
Allen nicht erzähle.
Was dir Gott geoffenbartIn den Wonnen seiner Gegenwart!
283-Die Flamme strebt nach Oben,Die Seele strebt zu Gott!
Wer hier sich schon erhoben.
Den hebt zum Herrn der Tod.
284. Ein Christ verbirgt sich seineSünde nicht.
Er stellt sie sich vielmehr ins Licht;Jedoch verliert, voll Glaubcnszu-versicht.
Er Christum nie aus dem Gesicht.Er bietet kühn der stärksten SündeTrutz;
Denn Christus, weiß er, ist sein star-ker Schutz;
Und er gebraucht die rechte Arzenei,Daß er von jeder Sünde werde frei.
285. Nimm dich in Acht, daß
nicht die Tücke
Verborgner Sünden dich berücket
286. Lies und lerneVon Andern gerne!
Arbeite, ringe
Um ew'ge Dinge!
Das Beste wähle,
Unsterbliche Seele!
287. Die Eigenlieb' hat tausend
Waffen,
Zu überlisten, hinzuraffen;
Sie machtuns täglichviel zu schaffen;Ihr dienen auch die besten Werke;Sie nimmt selbst vom Genuß derGnade Stärke.
288. Warum willst von deinen
Plagen
Du so viel den Menschen sagen?Schwelgen, beten, frommt dir mehrals Klagen.
289- Wollust üben,
Das heißt nicht: lieben.
290. Aus Gott muß deine Selig-
keit gequollen seyn;Denn außer ihm ist alles Dunst undSchein,
Ja, Quaal und Pein.
291. Wie leben Die in Frieden,
Die nie von Gott sich schieden!
292. Wer hält ihn auf,
Der Tage raschen Lauf?
Wenn Todesengcl ob dir schweben:Wer giebt zurück dir das verträumteLeben?
293. Nicht des Leibes Lieblichkeit,Nicht der Wcltlust Süßigkeit,
Nicht der Füße leichter Tanz,
Nicht des Hauptes Lorbecrkran?,Nicht des Goldes Strablenblick,Geben wahres Seclenglück! —Alle Freuden dieser ZeitSchaffen unS nie Seligkeit,
Nicht einmal Zufriedenheit.
294. Nie weiche Gottesfurcht dir
aus dem Herzen;