555
und Ruffon darin den Ibis zu erkennen glaubte, soist auch nach dem, was Pokockc davon • agt, leichteinzuschen, dass jener Vogel zu den Fleischfressern ge-hören muss ; und in der That erkennt man auch in derAbbildung hei Bruce (Th.V. S.ipi der franz. Ueber-setzung), dass das Pharao ns Huhn nichts andersist, als das Rachania , oder der kleine weisse Feiermit schwarzen Flügeln (Fidlur perenopterus L i n n.) einVogel ganz verschiedener Art als derjenige, welchenwir oben als Ibis nachgewiesen haben.
Pokockc sagt, es scheine nach den Beschrei-bungen, welche man vom Ibis zu geben pflege , undnach den Abbildungen, welche er davon in den Tem-pel Ober-Aegyptens gesehen habe, dass er eine ArtKranich scy. Ich habe, fügt er hinzu, eine Mengedieser Vögel auf den Nil-Inseln gesehen, sie warenmeist von graulicher Farbe (Franz. Uebcrsetzung in1 1. Th. II. S. 1 55 ). Biese wenigen Worte genügenzum Ben eise, dass er den Ibis nicht besser gekannthat, als die Ucbrigcn.
Bie Gelehrten sind in ihren Vcrtnulhungen nichtglücklicher gewesen, als die Reisenden. Middle-ton bezieht auf den Ibis eine bronzene Figur einesVogels mit gekrümmtem aber kurzem Schnabel , mitsehr lanffem Halse und einem kleinen Kamme nur
O
dem Kopf, eine Figur , die niemals die geringsteAehnlichkeit mit dem Vogel der Acgyptier halte{Anlitj. monum. Taf. X. S. 129). Biese Figur ist übri-gens keineswegs in ägyptischem Styl gearbeitet und
«r
!S- t t