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§. 66. Will man aber dennoch die Theorievom Widerstande der Luft bey sehr grollen Ge-schwindigkeiten durch unmittelbare Versucheprüfen, so muß dieses mit behöriger Auswahl derUmstande geschehen. Die Herren Hawksbeeund Desirguliers ließen leichte Kugeln ausHöhen von 220 und 270 Londnerfußen Herun-terfällen, und beobachteten die Zeit des Falles.Nun ließe sich vermittelst der Höhe, des Dia-meters und Gewichtes der Kugel, und der Dich-tigkeit der Luft, die Zeit nach der Theorie berech-nen , und mit der beobachteten Zeit vergleichen.Auf diese Art konnte demnach die Theorie aufdie Probe gesetzt werden. Wollte man mm aufeben die Art einen Versuch mit großem Ge-schwindigkeiten anstellen, so sieht man leicht, das;eine Höhe von 200 oder zoo Fußen dazu nichthinreichend waren. Sie müßte von viel tausendFußen seyn, ehe ein an sich auch sehr schwererKörper im Hcrunterfallen eine Geschwindigkeitvon looo Fußen erlangen könnte. Denn leichteKörper würden an sich schon eine so grosse Ge-schwindigkeit nie erlangen. Nun hatte man inPetersburg den Fall umgekehrt, und vermittelsteines vertical anfgerichteten Kanonenlaufes, Ku-geln anfwerts geschossen, welche allerdings einebeträchtliche Höhe erreicht haben, von welcher siewiederum herunterfallen konnten. Man beob-achtete aber nur die Zeit, welche die Kugeln inder Luft zubrachten, und damit fehlte noch einDatum, woraus sich die Theorie des Wider-
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