IOI
Beweguitg machen, daß, ungeachtet die Luft vorder Kugel dichter wird, diese dennoch nicht nachMaaße ihrer Dichtigkeit auf die Kugel zurückewirkt, dagegen aber desto leichter seitwerrs aus-weichend in den Raum eindringen kann, den dieKugel hinter sich, wo nicht leer, doch wenigstensmit dünnerer Luft angefüllt lassen würde. Die-ses ist, soviel ich mir die Sache vorstelle, dereigentliche Beharrungsstand, in welchen sich dasSystem gleich nach dem Herausfahren der Kugelaus dem Flintenlaufe setzt, und da sehe ich nicht,daß dabey eine beträchtliche Vergrößerung desWiderstandes entstehen könne. Wenn die Ku-gel in der Luft Anfangs ruhete, und sodann vonfreyen Stücken anfienge, sich mit einer Geschwin-digkeit von 1402 und mehr Fußen zu bewe-gen, so ließe sich theils der leere Raum, theilseilte etwas langsamere Entstehung des Behar-rungsstandes gedenken, welcher aber, wo die Ku-gel aus dem Laufe fahrt, wegen der sogleich mitherausfahrenden Luft, viel ehender hergestelltwird. Denn die Kugel fangt in dem Laufeschon ait, die Luft vor sich stuffenweise in Be-wegung zu setzeit. So hat auch bey den Ver-suchen des Herrn Robins der besorgte leereRaum hinter der Kugel noch um desto wenigerstatt, da die Geschwindigkeit der Kugel, die ernach seiner Rechnung von 1670 oder 169OFußen fand, in der That beynahe um die Helftekleiner waren.