Druckschrift 
Anmerkungen über die Gewalt des Schießpulvers und den Widerstand der Luft : auf Veranlasssung der von den Hrn. Robins und Hrn. Ritter d'Arcy darüber angestellten Versuchen ; mit Kupfern
Entstehung
Seite
100
Einzelbild herunterladen
 

IOQ

fahre, und den leeren Raum, den die Kugel hin-ter sich zurücke lassen könnte, gewiß genug miteiner grossem Geschwindigkeit, als izoo Fußsind, ausfülle. Sodann ist es eben nicht andem,daß die Kugel im Fortfahren, den Lufttheilchen,an die sie stößt, nicht sollte eine undulatorischeBewegung mittheilen. Das Zischen und Sau-sen der durch die Luft fahrenden Kugeln ist Be-weises genug davon. Auch laßt sich folgendeBetrachtung machen, die zwar wegen der Flüstsigkeit der Luft, für dieselbe nicht vollkommenstatt hat, doch aber einigermaßen, was darinnvorgeht, auf eine leichte Art erläutert. Mansehe, wenn man so will, in einem leeren Raumeeine Reihe gleicher elastischer Kügelchen, jedes ineiniger Entfernung von dem nächst vorhergehen-den und nächst folgenden. Nun fahre die Kugelan das erste an, so wird dieses, so fern es viel klei-ner ist, mit viel grösserer Geschwindigkeit an daszweyte anfahren, an dessen Stelle beym Anstosseliegen bleiben, und das zweyte mit eben der Ge-schwindigkeit an das dritte fahren. Auf dieseArt wird die Kugel immer wiederum eben dasKügelchen in Ruhe antreffen, und daher beyjedem Stoffe nur die Inertia desselben zu über-winden haben. In der Luft ist dieses in so fernanders, daß die Lufttheilchen einander, wo nichtberühren, doch wenigstens eben so, als wenn siesich berührten, in einander wirken. Dieses bringtsodann, anstatt einzelner Stösse, Undulationenherfür, die in einem fortgehen, und durch ihre

Be-