Druckschrift 
Ueber Lebensversicherungen und andere Versorgunsanstalten
Entstehung
Seite
58
Einzelbild herunterladen
 

59

Man nennt dieses Verhältniß l:s das Maß der Sterb-lichkeit.

Die Summe der jährlichen Geburten verhalt sich zu derSumme der Lebenden

in großen Städten wie i : 2 y oder l:3l

in kleinen Städten wie i: 24 oder I : 25

auf dem Lande wie 1 : 22 oder 1 : 23

Man nennt dieses Verhältniß i:5 das Maß der Frucht-barkeit.

Beide Maße werden sich nach der Oertlichkeit und andernUmstanden oft beträchtlich ändern. Am sichersten wird man siefür bestimmte Orte suchen, da allgemeine Angaben nicht wohlzu erhalten seyn werden. Kennt man diese beiden Maße, so istauch das Verhältniß O 5 der Todesfälle zu den Geburten be-

^ 2o

kannt. So findet man z. B. für große Städte ^ 121

und für das Land^-^ 0.55, so daß also auf 100 Ge-burten in großen Städten 121 , und auf dem Lande nur 55Sterbefälle kommen. Wie es sich aber auch mit diesen Zahlenverhalten mag, immer wird man die Nachtheile nicht bezwei-feln können, welche das Zusammenleben der Menschen in gro-ßen Städten auf die mittlere Lebensdauer derselben und aufdie Bevölkerung des Landes selbst hat. Die oben von Simpsonfür London gegebene Tafel hat durchaus beträchtlich kleinereZahlen, als alle übrigen Tafeln. Wenn nach dem vorherge-henden Maß der Sterblichkeit von 2 Ü. Bewohnern einer großenStadt jährlich einer stirbt, während auf dem Lande erst vonffO einer stirbt, so sterben z. B. in London, welche Stadt1230000 Einwohner hat, jährlich 51250 Menschen, währendvon eben so viel Landleuten jährlich nur 30750 sterben, eineDifferenz, die in 50 Jahren bereits über eine Million Men-schen berragt, die in der Stadt mehr, als auf dem Lande, fürden Staat verloren gegangen sind. Wenn auf der ganzen Erde,wie man annimmt, y 6 o Millionen Menschen leben, so wür-