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Ueber Lebensversicherungen und andere Versorgunsanstalten
Entstehung
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in derselben Münze statt haben sollen, ist für sich klar unddürfte hier nicht erst erwähnt werden, wenn nicht einige unse-rer Institute bereits den Einfall gehabt hätten, Scheidemünzeund bloß im Jnnlande, von tausend Zufällen abhängiges Pa-piergeld zu ihrer Münze zu erheben. Eine so ganz ohne alleUmsicht gemachte Einrichtung kann allein schon die Anstalt undzwar plötzlich zu Grunde richten.

Ueberhaupt wäre es sehr wünschenswerth, die eigentlicheAnlage, die innere Organisation des Institutes so einfach undklar, als möglich, zu machen. Auch darin haben mehrere un-serer Versorgungsanstalten gefehlt. Es gibt eine derselben, die,von der Noth gezwungen, eine Umarbeitung ihrer Statutenvorgenommen hat. Allein der Prospectus, den sie darüber demPublicum vorlegte, ist so complicirt, so verworren und mit tau-send Klauseln so verschanzt, daß nur wenige Leser daraus klugwerden können und daß Niemand mit völliger Sicherheit darausersehen kann, welches Schicksal seiner harrt, wenn er es wagensollte, sich diesen sonderbaren Witwen- und Waisenvätern aufGerathewohl in die Arme zu werfen. Solche Erscheinungen sindimmer böse Vorzeichen und wer sich vor Schaden hüten will,wird besser thun, davon zu bleiben. Die innere Organisationeines solchen Instituts ist, selbst auf seine einfachsten Formengebracht, noch immer verwickelt, und von vielen unvorherzu-sehenden Zufällen abhängig genug, um ihre Verwalter, wennsie es wahrhaft gut mit der Sache meinen, vollauf zu be-schäftigen, ohne sie erst absichtlich und gleichsam muthwillignoch mehr zu verwickeln und mit einer Last von Nebenbedin-gungen zu überladen, die am Ende nur die Verwirrung grö-ßer, und den Untergang des Ganzen unvermeidlich machen.

Noch gibt es einen anderen Fehler, in welche so viele un-serer Witweninstitute verfallen sind, obschon er so groß und sooffenbar ist, daß man ihn kaum für möglich halten sollte. Esgeht nämlich aus der ganzen Anlage, aus der eigentlichen Na-tur eines solchen Instituts, wie man glauben sollte, für Je-dermann klar und deutlich, schon auf dem ersten Blick hervor,