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Ueber Lebensversicherungen und andere Versorgunsanstalten
Entstehung
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aufklären, damit es i,n seiner Unwissenheit nicht zu Schadenkomme. Sie leben in dem Wahne, daß es nun, weil ein sogroßer Herr an der Spitze steht oder weil die Obrigkeit ihre Bil-ligung ertheilt hat, auch schon mit der Gesellschaft selbst sehrgut stehen müsse, und daß, wenn es etwa einmal schief gehensollte, jene Herren sich der Sache annehmen, oder wohl gar fürsie einstehen werden und was dergleichen mehr ist, wodurch garViele sammt ihrem festen Glauben in den Abgrund stürzen, inwelchem sie ohne Rettung verloren gehen. Uebrigens sollte, wiemich däucht, der Staat selbst diese Versorgungsanstalten nicht,wie bisher im Auslande öfter schon geschehen ist, als bloße Privat-angelegenheiten betrachten, in welche er sich nicht weiter mischenmag. Sie sind zu wichtig und sie haben auf den Staat selbst, aufdie Bevölkerung, auf die Erziehung und auf die Moralität desVolkes einen zu großen Einfluß, als daß sie wie eine bloßeunbedeutende Privatsache behandelt werde» können. Schon Bau-mann sagte vor mehr als fünfzig Jahren in dein oben erwähn-ten Werke: »Es muß gewiß jedem Staate daran gelegen seyn,daß nicht unter dem Vorwande milder Anstalten eigennützigeoder bloß für die ersten Stifter vortheilhafte Institute in demLande errichtet werden, wodurch in der Folge, zumal wennsie ins Große gehen, viele hundert, ja tausend Menschen aufeine unverantwortliche Weise um alles Ihrige gebracht werden.Auch ist es nothwendig, daß jeder, der zu solchen Lassen fürkünftige, erst nach seinem Tode den Seinigen zu gute kommen-den Vortheile, viele Jahre lang beitragen soll, für die unver-rückte Fortdauer dieser Lassen nicht nur die, oft nicht hinrei-chende innere Ueberzeugung, sondern auch die erforderliche äu-ßere Sicherheit erhalte.«

Sehr gewöhnlich ist, bei uns wenigstens, die Einrichtung,daß die Beamten solcher Institute ihre Dienste ohne Besoldungverrichten. Dieses stimmt allerdings mit der wohlthätigen Na-tur dieser Anstalten sehr gut überein, aber nicht mit der Naturder Menschen, wie diese letzten nun einmal, der Erfahrung gemäß,gefunden werden. Man hat leider nur zu oft schon Grund ge-