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a» den ersten Witwen erfüllen, und sie auf Kosten der Uebri-gen im Ueberflusse schwelgen lassen, während alle Folgendendem Mangel, und, wenn sie sonst kein Vermögen besitzen, demHungertods preisgegeben werden. Eine solche Anstalt wirdnicht sowohl einer wohlthätigen Versorgung, sondern vielmehreiner schlecht eingerichteten Lotterie zu vergleichen seyn, inwelcher die ersten Ziehungen lauter Treffer, und die letz-ten lauter Nieten sind, d. h. in welche die ersten Witwen inprächtigen Carosse» fahren und die letzten ün dem Bettelstäbegehen.
Einen andern nur zu gewöhnlichen Fehler begeht man inder Wahl der sogenannten Protektoren dieser Gesellschaften.Meistens sind es Männer, durch Ansehen und Reichthum unddurch ihre Stellung im Staate ausgezeichnet, aber wohlnur selten sind es zugleich Männer, die, ihrer übrigen Ein-sichten unbeschadet, diesen Gegenstand näher kennen, den sie,wie ihr Name sagt, beschützen sollen. Diese Mode, denn mehrist eS nicht, ist sehr zu beklagen, da das Publikum so gern denWerth einer Unternehmung nach den Namen derer zu schätzenpflegt, die sich an die Spitze derselben gestellt haben, und da,durch diesen Schein gelockt, Mancher sich in die Gefahr begibt,die er, ohne jenen äußern Glanz, vermieden hätte. Wo Män-ner jener Classe gefunden werden, welche die Einrichtung sol-cher Anstalten näher kennen, und welche zugleich Zeit und Lusthaben, sich mit ihnen ernsthaft zu beschäftigen, da muß ihrBeistand allerdings für ein Glück geschätzt werden, das aberbisher nur wenigen Anstalten zu Theil geworden ist. — Hiehergehören auch die sogenannten Sanctionen der Stacuten dieserGesellschaften. Das Publikum setzt darauf einen viel größernWerth, als es sollte. Es setzt voraus, daß eine Anstalt, weilsie die Billigung der Regierung erhalten hat, auch sofort einegute Anstalt seyn müsse, da sich doch jene Billigung nicht aufdie innere Einrichtung des Instituts, sondern nur auf ihreVerhältnisse zu den bürgerlichen Gesetzen bezieht. Man solltedaher die Mitglieder über den eigentlichen Gehalt dieser Dinge