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2 (1913)
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v. Tuppau.

vermählt mit O. tliool. Wilhelm Lepser. Über die sonstigen Familien-verhältnisse Gabriels ist uns nichts bekannt, auch nichts über das Jahrseiner Erhebung in den Adelsstand.

Wappen: Schild gespalten von Gold und Schwarz, darin eindoppelt geschwänzter, silberngekrönter, nach links gewendeter Löwe inverwechselten Farben, der in der linken Vorderpranke einen Zweig mitBlättern und drei Eicheln hält. Helm gekrönt. Kleinod: Der Löwemit dem Eichenzweig, wachsend. Decken schwarz-golden. Siebmacher,V. Band, Tas. 143, Nr. 7 unter denMepsnischen".

v. Tuppau.

Angehörige der Böhmischen Adelssamilie v. Tuppau (Tuppauerv. Tuppau) I wurden gleich zahlreichen anderen ihrer protestantischen,fest am evangelischen Bekenntnis haltenden Glaubensgenossen zur Zeitder Gegenreformation aus ihrer Heimat vertrieben. Wilhelm derJüngere Tuppauer v. Tuppau wandte sich zunächst nach Marienbergund bat am 12. August 1628 um seine Aufnahme in Sachsen, vonhier wandte er sich nach Annaberg, wo er im Jahre 1651 starbh.Seine Witwe Johanna v. T., geb. v. hochhausen, wandte sich zu-sammen mit Anna Latharina horin v. Gzellwitz wegen ihrer Forderungenim Königreich Böhmen bittweise an den Kurfürsten von Sachsen, derdenn auch zu ihren Gunsten am 7. November 1670 beim Kaiser inter-veniertes. In Annaberg finden wir ferner im Jahre 1636 dreiSchwestern v. T.: Elisabeth«, Margaretha, Anna Mariah. Esstarben im Jahre 1641 daselbst Margaretha v. T. aus Libotitz undElisabeth v. T., beide unvermählth; vielleicht sind dies zwei von deneben genannten drei Schwestern. »

Aus St. Annaberg schrieben auchLudomilla hruschkin von Briefenund Margaretha, leibliche Schwestern v. Tuppau" am 20. Mai 1650an den Kurfürsten und berichteten ihm, ihr mütterliches Gut Libotitz imKreise Saaz sei durch den Saazer kaiserlichen Richter konfisziert worden,weil man vermutet habe, es sei das Eigentum ihres damals bereitsverstorbenen Bruders Wilhelm Albrecht v. T. gewesen, vom Jahre1628 an hätten sie in Buchholz gelebt. Ihr Gut sei dem Friedländischen

l) Neben anderen Böhmischen Nottmeistern befand sich im Jahre 1461 inkserzog Ludwigs von Bayern Solde ein Jan Topawr von Topaw (Daupow). Palackp,kontss rerum ^ustriaoarum, II. Rbt., XX. Bd., S. 185.

HB. Wolf, Einwanderungen böhmischer Protestanten in das obere Erz-gebirge, Mitteilungen des Vereins für Geschichte von Rnnaberg und Umgegend,III. Jahrbuch für 18911892, S. 17 88, besonders S. 5l, 41: Schmertoschv. Riesenthal, Rdelige Exulanten in Rursachsen, Vierteljahrsschrift für Wappen-,Siegel- und Familienkunde, XXX (1902), S. 66 ff., bes. S. 215.h k)-- 5 t--K. Gen. Iwo. 7828, Tuppau.

h Sn dem Verzeichnis der Exulanten, das der Rnnaberger Rat am 25. De-zember 1636 nach Dresden sandte, sind diese drei Schwestern mit aufgezählt. Mit-teilungen des Vereins für Geschichte von Nnnaberg, III. Jahrbuch, S. 43.

°) Ehr. 6d. pescheck, Geschichte der Gegenreformation in Böhmen, II. Bd.,1844, S. 540.