Tünzel von Tunzenhausen.
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Der unter Nr. 6 aufgeführte Wolf Ferdinand v. T. wurde am31. Rugust 1800 geboren und am 4. September getauft. Nach demTode seines Vaters wurde er mit dem Gute Groß-Seitschen belehntund zwar am 12. Rugust 1822. Rm 27. Dezember 1837/2. Januar 1838verkaufte er Groß-Seitschen an seinen Schwager Victor Leopold Swoboda,posthalter zu Freiberg, für 35 000 Taler und übernahm dafür die vondiesem bisher geführte Posthalterei in Freiberg. Im Jahre 1853 gaber indessen dieses Geschäft auf und erwarb laut Kaufs vom I.Rprildieses Jahres (1853) von seinem genannten Schwager Swoboda dasRittergut Gber-Uhna nebst Löschau (beide KM von Bautzen) für62575 Taler. Rm 30. März 1862 verkaufte er das Gut für 72000Taler an Tarl Heinrich Theophilus Trautmann und zog sich nach Rade-berg zurück, wo er am 7. September 1869 starb.
vermählt war Wolf Ferdinand seit dem 6. Nugust 1826 mitWilhelmine Taroline Tonstantie geb. Pohlink, Tochter JohannTraugott pohlinks (ff 1829) auf Birkau (^V8^ von Bautzen). FrauWilhelmine Taroline Tonstantie v. T. wurde im Jahre 1833 mit demRittergut Birkau belehnt,- sie verkaufte es im Jahre 1847 an GustavRdolph Schmalz und starb in Dresden am 18. Dezember 1883. Siehatte ihrem Gatten fünfzehn Rinder geschenkt.
Wappen: Schild gespalten von Rot und Silber, darin zwei mitder Schneide einander zugewendete, gezähnte handsicheln in verwechseltenFarben. Helm ungekrönt. Kleinod: Wachsende, grünbekränzte Jungfraumit fliegendem haar, in rechts silbernem, links rotem Gewände, in derrechten Hand eine rote, in der linken eine silberne handsichel haltend.Decken rot-silbern.
Tünzel von Tunzenhausen.
Der Rechtsgelehrte Gabriel Tünzel, Dr. für., wird im Jahre1612 als fürstlich Weimarscher Rat, 1621 als kurfürstlicher GeheimerRat zu Dresden und Abgesandter an den Wiener Hof bezeichnet h. Trwar Lomes pulutinus. Der Kurfürst Johann Georg I. schenkte, wieer, Dresden den 14. Oktober 1643 dem Rmtshauptmann zu BautzenHeinrich v. Metzradt meldet^), „dem hochgelahrten, unserm geheimenRathe und auch lieben, getreuen, Herrn Gabriel Tünzeln, der RechteDoctorn, um seiner uns eine geraume Zeit und viel Jahr lang geleistetentreuen Dienste willen" das Gütlein zu Schönbach (8>V von Löbau), dasnach Rbsterben Taspars v. Wolffersdorff eröffnet und heimgesallen war.Schönbach überließ ihm der Kurfürst erblich, mit dem Thüringischen GuteTunzenhausen (Kreis Weißensee) begnadete er ihn als mit einem Mann-und Weiberlehn^). Um das Jahr 1646 starb er.
Line Tochter Gabriel Tünzels v. Tunzenhausen, Regina, war
1) I. s. Müller, ^.nnulss Zsxoniei, 1700, S. 264, 318.
2) ks.-Lt.-5I. L,oa. 0546, Erstes Buch Dberlaus. Lehens-Sachen, 1637 — 75, 5. 41.ff Ebenda, L. 62. — Tünzels Gütlein zu Lchönbach ist der später sogenannte
„Gberhof". vergl. Neue Sächsische Nirchengalerie, viöcese Löbau, Lp. 582.