Druckschrift 
2 (1913)
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976
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v. Theiz und Güldenstern.

Balthasar v. Th. u. G. besaß das Gut Mittel-Königshain(bl>V von Görlitz). Tr verkaufte es um das Jahr 1672 an Frau Bunav. plöbsin, geb. Jungin, für 3000 Taler,solche us einen Vreth zuzahlen". Die Käuferin zahlte aber, wie Balthasar, Dresden den 20. Juni1677 dem Kurfürsten schreibt, weder das Kapital, noch die Zinsen undließ das Gut verkommen. Darauf verfügte am 4. August 1677 derHauptmann zu Görlitz, Gtto v. Nostitz auf Neundorf, daß auf AnsuchenBalthasars das Gut und Vorwerk der Frau v. plöbs zu Königshaindurch einen Verwalter bestellt werden solle, über den der v. Theiz dieInspektion und Nebenaufsicht habeH.

von Kindern Balthasars kennen wir eine Tochter Lva Thristiana,die sich mit Johann Ferber, später Natmann in Görlitz, vermählte. Ihmüberließ Balthasar im Jahre 1690 das Gut Mittel-Königshain. FrauLva Thristiana Ferber starb im Alter von 67 I. 6 M. 11 T. am 17. De-zember 1736 nach einem Mtwenstand von 29 Jahren^).

Ein 5ohn Balthasars, Thristian Friedrich v. Th. u. G., Leutnant,besaß Tranitz undGrödisch" fwohl Grätsch) in der Niederlausitz. Trvermählte sich am 28. November 1681 mit Elisabeth Feliciav. Schlieben, die ihm 600 Taler Lhegeld mitbrachteb).

Lin naher verwandter Balthasars, vermutlich auch sein Sohn, istder gleichfalls den Namen Balthasar v. Th. u. G. führende Nöm. Kais.Hofrat und Lrbherr auf Tranitz, Grätsch und Klein-Lieske, der am6. Juni 1669 geboren, am 29. September 1707 starb und in Görlitz be-erdigt wurde H.

Wappen. In dem erwähnten Diplom vom 5. März 1665 verleihtKaiser Leopold I. folgendes Wappens: . . .einen quartirten Schild,dessen hindere undere und fordere obere veldung weis, in deren iedendrei) gelb oder goldfarbe Stern, zwischen denen in mitten der veldungeine güldene königliche Lron, also Triangelweis, daß ob der Trone zweyund unterhalb ein Stern gestellet,' die vordere untere und Hintere obereveldung roth oder rubinfarb, in deren ieden ein geharnischter Arm, einbloses Schwerdt mit vergüldetem Knopf und Treüz in der Handt zumStreich fürwerts haltend. Auf dem Schilde ein sreper, offener, adelicherTurniershelm, zu beederseits mit roth und weiser Helmdecken, dorobeiner königlichen güldenen Lron und and. geziehret, aus welcher zwei)aufgethane und ausgebreite mit denen Sachsen einwerts gestellte und vonFarben also abgetheilte Adlersflügel, daß der hindere untere und fordereobere roth oder Rubinfarben, fder) vordere untere und hindere obere

fl fl.-St.-N. Y572, Die Irrungen zwischen Balthasar v. Theiz und Annenv. plöbsin, geb. Jungin, wegen des Guts Uönigshain, 1677.

2) vergl. Lhrn. Sam. Schmidt, Beschreibung von Uönigshain, 1797, S. 37. -Die Inschrift des Ferberschen Grabdenkmals auf dem Nicolaifriedhof in Görlitz teiltmit L. Wallis, Görlitzer Inschriften, 1912, S. 185.

fl v. Mülverstedt, Sammlung von Lhestistungen und Leibgedingsbriefen,1863, S. 324.

fl Oer Grabstein befindet sich noch auf dem Görlitzer Friedhof. Vierteljahrs-schrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde, XXIV, S. 253.fl.-St.-5I. I_c>o. 9536, Das dritte Buch w., Fol. 173 ff.