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v. Temritz.
a. Hans Lhristoph v. T., kurfürstlich Sächsischer Leutnant, erhobzufolge des seinem Vater und dessen Vettern am 13. Oktober 1662 kon-firmierten Lehnspakti Ansprüche aus die Güter Delsa, Lollm, Teichnitznebst Förstgen, Leipgen, Klein-Delsa, vubrau undSproitz den fünf TöchternTaspar Threnreichs v. T. (vergl. 5. 970 s.) gegenüber und trat seine An-sprüche am 1. März 1710 dem königlich polnischen kurfürstlich SächsischenGeneralleutnant Robert Taparelle Grasen v. Lagnasco gegen eineSumme von 6000 Talern, die dieser ihm zedierte, ab h. Hans Thristophv. T. lebte in Hoyerswerda in, wie es scheint, bedrängten Verhältnissen.So lieh er im Jahre 1683 von seinen drei Schwestern hundert Taler,so wurde er im Jahre 1701 von seiner Schwester Barbara Magdalenawegen rückständiger hauskaussgelder in Hoyerswerda verklagt h. HansLhristoph starb im Jahre 1719^). vermählt war er mit HelenaSophia v. Soeben, geboren zu Greifenhain im Jahre 1664 als TochterTaspar Tonrads v. L. aus Greifenhain und seiner Gattin Anna Marga-retha v. lvaltersdorf auf IDaltersdorf. Frau Helena Sophia starb nachfünfzehnjährigem Mtwenstande am 19. September 1734, „nachdem siesich als eine Mutter gegen die Armen erwiesen" h. Hans Thristophhatte eine Tochter Marianne Elisabeth, die als erste Gattin WolfHeinrichs d. I. v. Spiller am 20. April 1714 starb ^).
B. Lhristoph v. T. auf Geisa, der zweite Sohn Hansens, kauftevon Joachim v. Gersdorff zu Rrischa drei Bauern, einen Gärtner und dreiHäusler zu Förstgen „bey der Gisse" und erhielt sie am 4. Juni 1603zu Lehn verreicht I. Im Jahre 1615 kaufte er ein Burglehnhaus zuBautzen für 210 Talerh. Er starb am 11. Dezember 1640 und hinter-ließ seinen Hinterbliebenen das niedere Lehngut zu Delsa samt demVorwerk zu Förstgen und vubrau sowie ein Haus auf dem Burglehnzu Bautzen, vermählt war er mit Anna Barbara v. haugwitz,Tochter Leuthers v. h. auf Dahren. Sie überlebte ihn. Thristophhinterließ vier Söhne und zwei Töchter (1—6):
1. Hans Thristoph. Siehe unten S. 967.
2. Leuth er. Siehe unten S. 969.
3. Taspar Lhrenreich. Siehe unten S. 970.
4. Peter Rudolph. Siehe unten S. 972.
h Lehnsakten Lollm.h H.-St.-K. Gen. 4,00.7820, Temritz.
h Sal. Dlob. §rentzel, histor. Schau-Platz oder Lhronike von Hoyerswerda,1744, S. 189. — Dieser Hans Thristoph ist es zweifelsohne, den Großer meint, wenner in den im Jahre 1714 erschienenen „Laus. INerckwürdigkeiten" im III. Teil S. 53schreibt: „Thämmritz. Dieses Kdeliche Geschlechts war vor diesem sehr begütert:allein der männliche Stamm ist gäntzlich abgestorben, außer einem einigen, so sichlange in auswärtigen Krieges - Diensten aufgehalten und bereits vor todt geschähetworden, ietzo aber in der herrschafft Hoyerswerda lebt",h Zrentze.l a. a. G. S. 189.h H.-St.-6. Gen. 4oe. 7808, Spiller.o) H.-St.-K. 4oe. 9545, Verzeichnis der Lehen rc., Zol. 10b.tz Sein „am Lck, beim Schwibbogen" gelegenes Haus brannte zweimal inner-halb weniger Jahre, 1620 und 1634, ab.