v. Stöltzer.
Y33
von Lauban) an Balthasar v. Stiebitz „und Wiltzschkaw"fWiltschkau im Kreise Neumarkt),- am 16. Dezember 1593 wurde derKäufer belehnt. Schon im Jahre 1594 verkaufte er einen Teil desKirchlehns, dann 1601 Nittersitz und Gut Schreibersdorf, ebenso dasGütlein, das die verstorbene Mutter Balthasars v. Kopisch inne gehabthatte, nebst sieben Bauern und Jobst höpners Gute, „welche Eckerzum Forbrige geschlagen", auch sechzehn besetzte Gärtner an Hansv. Warnsdorf auf Kuhna, Schönbrunn, Neichenbach ic.h.
Lin Hans Asmus v. St. unternahm im Jahre 1626 einen Angriffauf den hogerswerdaer Amtmann Hans Gölner auf der Straße beiSchleife (M von Muskau) ^).
Wappen: Vas alte (Oberlausitzische Geschlecht v. Stewitz führt ineinem Siegel vom Jahre 1326 im Schilde eine Hirschstange neben einemBüffelhorn, beide pfahlweise stehend ^). Die Schlesische Familie v. Stiebitzhat im weißen Schilde zwei rote pfähle. Helm ungekrönt. Kleinod:Note „Tatarenmütze" mit weißen Aufschlägen und einem goldenen Knopf,der besteckt ist mit drei Straußenfedern rot, silbern, rot. Decken rot-silbern. Siebmacher I, Taf. 69, Nr. 6 unter den „Schleßingischen"h.
v. Stöltzer.
Der Grossokaufmann und Handelsherr in Marklissa JohannAugust Stöltzer kaufte von Frau Friederike Dorothea v. Manteuffel,geb. v. Dpherrn, am 12. April 1784 das Erbrittergut Schadewalde(88>V von Lauban, am Meis) für 39000 Taler und 100 Tlr. Schlüssel-geld. hierzu erwarb er von Nikol (Otto Ferdinand v. Debschitz am8./10. September 1785 das Mannlehngut und Städtchen Marklissa(8 von Lauban, am Meis) samt dem angrenzenden Klein-Beerbergu. a. pertinentien für 25 500 Taler und 50 Dukaten Schlüsselgeld underhielt diesen Besitz am 1. Juni 1786 zu Lehn verreicht. Er starb am4. (Oktober 1795 im Alter von 57 I. 5 M. 8 T. und wurde am 8. d. M.in Marklissa beerdigt. Er war vermählt mit Johanna Sophia geb.Hofmann, die 1813 noch lebte, und hatte nach Ausweis der Mark-lissaer Lehnsakten zwei Söhne:
H H.-St.-N. Noe. 4550, Görlitzischer Lrerffs, vol. V der Lehen - vrieffe r c.
141 d -1615, Zol. 408. 404, 415.
2) Der ponickausche Nmtmann zu Hoyerswerda Hans Gölner klagte 1626 beimKurfürsten, „daß Hanns Nsmns v. Stiebitz ihn uf öffentlicher Landstraßen, amTnde des Dorffs Schleffe, angefallen, sein, des Gölners Pistol aus der Talesch gezogen,den Han aufgestrichen, auf ihn, nachdem das Pistol nicht losgehen wollen, zugeschlagen,und als er von der Laleß entsprungen, sein eigen Pistol gezuckt, ben Han gleichergestalt aufgestrichen, aber nicht gelöst worden, sondern versagt", ic. Endlich habeStiebitz, nachdem er vom Pferde gestiegen, noch weitere Tätlichbeiten verübt.H.-St.-N. Noe. 4517, Lberlaus. Iustizsachen, vol. VI.
3) Knothe, Neues Laus. Mag. Bd. 67, S. 21 und Taf. V, Nr. 65.
H Die Verschiedenheit der beiden Wappen könnte die Annahme rechtfertigen,daß die Gberlausitzischen v. Stewitz und die Schlesischen v. Stiebitz nicht eines Stammesseien. Ls ist indessen nicht ausgeschlossen, daß aus den beiden pfahlweise stehendenWappenbildern der v. Stewitz sich im taufe, der Zeit die beiden pfähle der v. Stiebitzentwickelt haben.