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v. Stöltzer.
Lhristian August, geboren zu Marklissa am 15., getauft am16. März 1770, und
Wilhelm Adolph, geboren am 9., getauft am 11.November 1774.
Diesen fielen die väterlichen Güter je zur Hälfte zu. WilhelmAdolph trat seinen Anteil an Marklissa und Nlein-Veerberg, Schadewaldeund Altstadt, sowie Prettin (pertinenzort von Schadewalde) seinem älterenBruder am 15. September 1796 ab.
Vieser, Lhristian August St. hatte nach dem Besuch des GörlitzerGymnasiums in Leipzig studiert, 1791 daselbst zum vr. für. promoviert,dann als Sächsischer Akzis-Assistenz-Inspektor in Seidenberg und Schön-berg ohne Besoldung gewirkt und trat nach dem Jahre 1804 in dasNatskollegium in Görlitz, wurde Senator und Skabin, dann, nachdemer sich als Mitglied des Zentralausschusses des Markgraftums Gber-lausitz um die Landesangelegenheiten verdient gemacht hatte, im Jahre1814 Nriegsrath, 1817 königlich preußischer hofrat und starb am11. Oktober 1827 in Dresden. Seit dem Jahre 1792 gehörte er, be-sonders dem Gebiete der Mineralogie Interesse entgegenbringend, derGberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Görlitz als Mitglied an^).
Was seinen Güterbesitz anbetrifft, so verkaufte Dr. LhristianAugust St. die väterlichen Güter, Rittergut und Städtchen Marklissamit NIein-Beerberg, Schadewalde und Altstadt am 24. Mai 1805an Or. insä. Andreas v. Nitsche. Am 10,/I I.Mai 1798 hatte er vonGeorg Friedrich Wolf v. Ziegler und Nlipphausen das Lrbrittergut Nieder-Oertmannsdorf (88V/ von Lauban, am Oueis) für 35000 Talerund 300 Taler Schlüsselgeld gekauft; er veräußerte dieses Gut wiederam 15. Februar 1800 für 36 500 Taler und 100 Dukaten Schlüsselgeldan den Gekonomie-Inspektor zu Gebhardsdors Lhristian Gottlieb Wolf.Am 17. März 1809 kaufte ferner Lhristian August St., damals Skabinin Görlitz, das Erbgut Nieder - Holtendorf (W von Görlitz) für14500 Ntlr.; hierzu erwarb er von Johann Daniel Vrase auf Dber-holtendors im Jahre 1811 ungefähr dreißig Scheffel Land, 1812 ca.einen Scheffel Acker und einen Teil der Wiese, des „Lichgrundes". Durchdiesen Rauf kam ungefähr der dritte Teil des Löbenschen Gütchens zu Holten-dorf an Lhristian August St.; am 12. November 1823 kaufte er noch dieübrigen zwei Drittel des Löbenschen Gütchens von Gottlob Friedrich Siegis-mund v. Britzke auf Dber-Holtendorf. Endlich erwarb er noch von seinemSchwiegervater Johann Lhristian Lindner in Marklissa dessen Lrb- undAllodialrittergut Gber-Gertmannsdorf (8 von Nieder-Gertmannsdorf)am 30. Oktober 1813 für 42000 Ntlr., verkaufte es aber schon am14. Oktober 1814 an Wolf Lhristian Ludwig v. Gersdorff auf Nies-lingswalde.
vr. Lhristian August St. hatte sich am 19. Juni 1792 vermähltmit Friederike Dorothea Lindner, geboren am 23. Juli 1769 als
>) ks.-St.-N. Gen. L,oe. 7815, v. Stöltzer.
-) Sein Nekrolog: Neues Laus. Mag. Bd. 6, 5. 594 ff.; vergl. ferner NeuesLaus. Mag. Bd. ll, L. 238. Seine Schriften verzeichnet Gtto, Gberlaus. Schrift-steller- und Nünstlerlexikon, III. Land, S. 537; Schulze, Supplementband, S. 425.