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v. Seidlitz.
drehen schwester-söhnen der eiteste ist, Vorfällen, undt einer auff denandern der eiteste, nach todesabsterben bringen soll" h. Hans v. 5. setzteferner Stipendien aus für Universitätsstudien und bestimmte, daß eineKette von 37i Gliedern, geschmückt mit Kurfürst Christians Bildnis,immer in Urnsdorf bleiben und von einem Besitzer auf den andern ver-erbt werden solle,- ebenso drei vergoldete „Mörselbecher", sechs kleineresilberne Becher, ein großer vergoldeter Kredenzbecher, ferner die Rüstungen,Harnische, Büchsen und Schwerter. In einem Kodizill vom Jahre 1596ernannte Hans v. S. zu einem Testamentarius seinen Vetter Udam v. S.und Burkersdorf zu Grunau und setzte ihm für seine MühewaltunglOO Dukaten Ungarisch aus.
Da Frau Unna, die Witwe Hansens, „ihren lvitwenstuhl verrückte",so erhielt Ernst v. Zedlitz, damals unter den Söhnen der drei Schwesterndes Majoratsstisters der älteste, am 30. September l5dy Urnsdorf undSchlungwitz. Frau Unna hatte sich nämlich am 9. Dezember 1597 wieder-vermählt mit dem eben genannten Udam v. Seidlitz und Burkersdorf aufGrunau, geboren am Tage der unschuldigen Kindlein 1564 s28. Dezem-bers, gestorben am 1. September 1610, Landesbestalltem der FürstentümerSchweidnitz und Jauer, Sandesältestem und Gber-Sand-Recht-Sitzer^).Das Todesjahr der Frau Unna ist nicht bekannt. Ihr Grabdenkmalbefindet sich in der katholischen Kirche zu Striegau^). —
Um die Mitte des 17. Jahrhunderts begegnet uns in der Dber-lausitz ein Ungehöriger des Hauses Niclasdorf im Kreise Grottkau.Paulus v. S. und Gohlau auf Künsdorf im Kreise Nimptsch (ein SohnMelchiors v. S., Umtsverwalters der Fürstentümer Schweidnitz undJauer und der Elisabeth v. pogrell), vermählt mit Katharinav. Uiemitz und Groß-lvilkau, hatte einen Sohn Heinrich v. 5. ausKunsdorsh, der in zarter Kindheit verwaiste, Mündel Thristophs v. Pfeilwurde, mit acht Jahren zu einem Obersten als Page kam, dann30 Jahre lang mit großer Tapferkeit diente und königlich SchwedischerOberstleutnant wurde^). Heinrich v. S. kaufte am 6. Upril 1650 vonWolf Christoph v. Rechenberg auf Gppach das Gut Trostau (0 vonSchirgiswalde) und am folgenden Tage von Frau Unna Maria v. Tuppau,geb. v. Rechenberg, aus Radmeritz das Gut Rodewitz (ldl von Schirgis-
0 Den Söhnen der hinterlassenen Schwestern Hansens r>. S. wurde am 24. Mai1597 zur Lmpfangung der Lehn am Gute Arnsdorf bis zum 14. Lebensjahre Indultund Ausstand gegeben. H.-St.-A. Gen. Roo. 3I79I, Salisch.
2) Biographische Daten und die Aufschrift seines Epitaphiums bringt Sinapius,Schlesische Luriositäten, I. Teil, 1720, S. 885; II. Teil, 1728, S. 1005. - Die ersteGattin Adams war seit dem 18. Februar 1589 gewesen Anna r>. Gellhorn und Berthels-dorf, Witwe Hans Georgs v. Lzirn auf Geppersdorf. Adams Eltern waren Adamv. S. auf Burkersdorf und Katharina v. Reichenbach a. d. h. Klettendorf. Ebenda.2) Vierteljahrsschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie, XI (1883), S. 259.h H.-St.-A. Gen. Roe. 7803, Seidlitz; Sinapius a. a. 2>. II, S. 1000.h Bei seinem Abschied vom Regiment im Iahre 1643 blieb Heinrich v. S. demköniglich Schwedischen General, R.eichsfeldherrn Grafen Earl Gustav wrangel tausendTaler schuldig; er zahlte den Betrag nicht zurück, worauf die Gläubiger im Iahre1668 beim Dberamt zu Bautzen klagten. h.-St.-6. Roe. 9523, Gberlaus. Iustiz-sachen, vol. XXV.