v. Lchweinach.
855
11. September 1637 verkaufte David sein Gut Tschernhauseu für900 Taler an Balthasar v. SchwartzH, kaufte es aber jedenfalls sehrbald wieder zurück, denn am 6. Februar 1639 wurde David v. Schweinachwieder mit Tschernhauseu vom Grasen Matthias Gallas belehnt.
David v. §. hatte nach dem im Jahre 1636 erfolgten Tode seinesSchwiegervaters Nbraham v. Haugwitz dessen Gut tllt-Seidenberg über-nommen. Tr besaß es aber nur kurze Zeit: Km 2. Kpril 1639 wurde er ineinemDuell erstochen. Seine Witwe starb im Jahre 1647 in Seidenberg ^). —
Jene oben (vergl. S. 854) erwähnte Maria v. 5. zu Lngelsdors,geb. v. Haugwitz (also wohl Witwe Kbrahams v. S., der im Jahre 1615,wie oben angegeben, Tngelsdorf von seinem Bruder Georg erkauft hatte)lebte noch im Jahre 1651 in Tngelsdorf zugleich mit ihrem Sohne JohannGeorg v. S.H. Die Gegenreformation trieb diesen im Jahre 1651 ausder Heimat. Tr wandte sich in die Gberlausitz. Sein Gut Tngelsdorf ver-kaufte er am 19. November 1670 an die Herrschaft Friedland für 2000 Fl.Rheinisch H.
Johann (Hans) Georg v. S. machte sich in der Gberlausitz an-sässig, indem er am 17. Kugust 1653 „das Niedertheil und Nittersitz desGutes pommritz" (080 von Bautzen) von Melchior Thristoph v. Gers-dorff aus Hochkirch erkaufte. Nach Beilegung des Streites mit denv. Gersdorffschen Lehnsvettern wegen des Ous protimiseos wurde derneue Besitzer am 22. Juni 1655 belehnt, vom Jahre 1658 an lag erin Streit mit Taspar Thristian v. Schwanitz auf Hochkirch wegen deraus dem Gute pommritz haftenden Nauchsänge. Noch im Jahre 1675wurde der Streit von den Trben des letzteren sortgesührtI. JohannGeorg v. 5. starb am 28. Npril 1681. Tr war vermählt seit 14. Februar1645 mit Helena Lhristina v. Gersdorfs, gestorben XVI. p. Drinit.
tz Neues Laus. Mag. Bd. 73, S. NO, Nr. 424.
H II- G. Nloßj a. a. D. S. 322, 356.
3) N. Nessel, Geschichte des Friedländer Bezirkes, l?02, §.346.
tz Neues Laus. Mag. Bd. 73, S. N2, Nr. 437.
°) 6--2t.-K. Gen. Boa. 7799, Lchweinach. — ksans Georg v. 5. beabsichtigte1674 pommritz zu verkaufen und bat am 5. Juli d. I. den Nurfürsten, es möge ihm„als einem armen Exulanten und Religionsvertriebenen" gestattet werden, sein Nitter-gütlein zu pommritz, t>as vormals von etlichen Bauergütern zusammengekauft sei,an Land- oder Bauersleute zu verkaufen. Die §tände protestierten hiergegen. Überden Bittsteller, der das Gütchen p. für 3000 und etliche Taler erworben habe undes für 7000 Taler verkaufen wolle, sprechen sie sich u. a. am 23. März 1675 dahinaus: . . . „Wir lassen zwahr vors dritte dahin gestellet sepn, daß Zupplicant amorsrsliAiovis NvuriAsIieus aus dem Königreich Böhmen gewichen ist, wir haben ihnauch willig und gerne ins Land ausgenommen und ankauffen lassen, ihm auch alleangenehme Freundschafft und ukksotiov erwiesen und seind solches noch ferner zuthun erbötig. Daß aber solch einem entwichenen Exulanten derjenigen Landes, vondem er ausgenommen und tovirst wirdt, alte wohlhergebrachte Gewohnheiten, Landes-verfassung und privilsZiu impuvs zu kräncken und dadurch einen unzulässigenGewinn zu suchen nachgelassen sepn solte, solches können wir in denen Gesetzen derSchriftlichen Liebe gegründet nicht befinden" . . . Boo. 9546, Nndere Buch
Irrungen zwischen den Land - Ltänden und Ltädten im Marggraffthum Gberlausitz,die Lrkauffung der Nittergüther betr. uo 1667-1721, Fol. 92 ff.