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2 (1913)
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854
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v. Schweinach.

Turniershelm, wo über der Krone desselben zwischen zween mit denLachsen einwärts gekehrten ausgespannten schwarzen Adlers-Schwingender im Schild beschriebene achteckigt silberne Stern ausschwebt"*).

v. -Schweinach.

Angehörige des alten Schlesischen ursprünglich aus Böhmensstammenden Adelsgeschlechts v. Schweinichen (Schweinach) machen sichseit dem Anfänge des 17. Jahrhunderts auch in der Herrschaft Friedlandansässig. Die Herrin dieser Herrschaft, Katharina v. Noedernch, verkauftein Vormundschaft ihres Sohnes Christoph am 19. August 1603 das nachdem Tode Friedrichs v. vebschitz heimgefallene Gut und vors Tngels-dorf (blbl'W von Friedland) nebst der eingängigen Mühle zu Zahna(8 von Tngelsdorf), zwei Wiesen und einem Bauer in Wiese (blO vonTngelsdors, dicht an der preußischen Grenze) für 6000 Taler an Adamv. Schweinichen und Kolmitzh. Am 1. November suchte er nach umdie Belehnung mit Gut und vors Tngelsdors. vor dem Mai 1610 mußer gestorben seinh. Tr hinterließ vier Söhne: Abraham, Georg,Adam und David, sowie zwei Töchter: Helena und Magdalena.Am 7. Mai 1610 suchte Adams Sohn Abraham für sich und seine dreiunmündigen Brüder Georg, Adam und David um die Belehnung nachmit dem von ihrem Vater hinterlassenen Gute und Dorf Engelsdorf.Thristoph II. v. Noedern belehnte sie am Tage Michaelis 1612 s29. Sep-tembers. Die Brüder v. S. verglichen sich am 3. Juni 1614 dahin, daßGeorg das Gut Tngelsdors übernahm; er verkaufte es indessen imfolgenden Jahre an seinen Bruder Abraham. Der jüngste der vierBrüder, David v. S. erwarb später, unbekannt wann, Tschernhausen(8 von Seidenberg) von Hans v. Gersdorffch. David war vermählt mitMarianne, geb. v. haugwitz, Tochter Abrahams v. h. aus Alt-Seiden-berg und Mostrichen*). Das Ehepaar errichtete zu Friedland am28. Oktober 1631 für den Todesfall eine gegenseitige Donation des Ver-mögens. Marianne vermachte Legate ihrem Bruder Abraham v. haug-witz aus Alt-Seidenberg und Mostrichen und ihren Schwestern Susannav. Zedlitz zu Mauer, Helene v. Miltitz zu Tschernhausen und Mariav. Schweinichen zu Tngelsdors, sämtlich geborenen v. haugwitz. Am

>) Nach der Abschrift des Adelsdiploms in den Lehnsakten von Dppeln.

h vergl. v. Schweinichen, Zur Geschichte des Geschlechts derer v. Schweinichen,1903, S. 3 und ll. Der Verfasser bezeichnet das Geschlecht v. S. als eines Stammesmit dem ausgestorbenen polnischen Geschlecht der Swinkas.

3) vergl. zu dem folgenden Helbig, Neues Laus. Mag. Bd. 73, S. III, II2,Negest Nr. 428-437.

tz Wohl richtiger Uolbnitz. Uolbnitz im Iauerschen ist ein Stammhaus der v. S.

5) Sein in Tngelsdorf befindliches Epitaph, das Metzger, Historische Denk-mäler im Friedländischen, 1910, Taf. XIV abbildet, gibt in der undeutlich gewordenenUmschrift des Steins den 4. April 1610 als Todestag an.

«) Neues Laus. Mag. Sd. 73, S. HO, Nr. 424.

tz ssZ. G. Uloßs, Sammlung einiger historischer Nachrichten von Seidenberg,1762, S. 322, 386.