v. Schönberg.
775
1591, wurde, wie erwähnt, 1548 in den Freiherrnstand erhoben, dasganze Geschlecht v. 5. am 28. Juni 1616.
Hans Georg Frhr. v. 5. erhielt am 5. Februar 1700 den Reichs-grasenstand mit dem Prädikat Hoch- und WohlgeborenH. Hans CarlGraf v. 5. wurde am 6. November 1741 in den preußischen Fürsten-stand nach dem Rechte der Erstgeburt erhoben unter Erhebung derZtandesherrschast Tarolath-Leuthen zum Fürstentum (Fürst zu Larolath-Schönaich). Rm 18. Januar 1753 wurde der Fürstenstand auf die ge-samte Nachkommenschaft ausgedehnt.
Wappen, freiherrliches: Schild geteilt; oben in Gold ein grünerEichenkranz mit vier roten Bändern umwunden, unten in Not eingoldener Löwe. Zwei Helme. Der rechte, mit Bausch, trägt als NIeinodden Eichenkranz, der linke, gekrönt, eine goldene, ein Schwert schwingende,Löwenpranke. Decken rechts grün-golden, links rot-golden. Sieb-macher II, Taf. 38, Nr. 6 unter den „Frepherrn und Herrn".
v. Schönberg, auch Freiherren.
Glieder des Meißnischen uradeligen Geschlechts v. Schönbergmachten sich im ersten viertel des 16. Jahrhunderts in der Gberlausitzansässig. Hanns v. Sch., dem jüngeren (Zschochauer) Stamm angehörig,ein Sohn Nikols, erwarb Reichenau (080 von Rönigsbrück) underscheint sicher im Jahre 1420 als Besitzer des Gutes. Er brachte fernernoch Reichenbach (80 von Reichenau), sowie Lichtenau (8 von Reichen-bach) an sich und begründete den Reichenauer Hauptzweig I.
Reichenauer Seitenzweig.
Jakob v. Sch.3), der dritte Sohn Bernhards aus seiner erstenEhe, geboren am 10. Februar 1533, gestorben am 25. Februar 1601,besaß die Güter Reichenau, Gber-Lichtenau, Reichenbach undRoitzsch (RI von Reichenau, 0 von Rönigsbrück). Reichenbach verkaufteer an Joseph Benno v. Theler. Jakob hinterließ je zwei Söhne auserster und zweiter EheH (^ —D):
/r. I. Jakob Bernhard. Siehe unten S. 776.
6. I. Georg Rudolph. Siehe unten §. 776.
0. II. Wolf Friedrich. Siehe unten S. 777.v. II. Thristian Ehrensried. Siehe unten S. 777.
tz.-St.-5l. Boa. I04ZI, Geschlechts- und kserrschafftserhöhungen I6S2-174I,vol. IV, Fol. 48.
2) vergl. 6. Fraustadt, Geschichte des Geschlechts v. Schönberg MeißnischenStammes, I. Bd. klbt. 7^, 1878, S. 180. wir folgen im allgemeinen seiner Einteilungin Linien -c., wenn sie auch für die Gberlausitz mitunter nicht recht zutreffend ist.
tz Jakob v. Sch. zu Reichenau und sein Bruder Ernst suchten am 20. Rpril1587 beim Kurfürsten die Lehn an den von ihrem verstorbenen Bruder Philipp hinter-lassenen Gütern Reichenbach und Gräfenhain. Ein vierter, schon verstorbener Bruderwar „Shon" v. Sch. — Lehnsakten Bautzen.
tz Fraustadt a. a. G. I. Bd. Rbt. S, 1878, S. 461 ff.