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o. Schellendorff.
Kuhländer Kreises, wider seine Zollgerechtigkeit zu Schwepnitz, Nohnaund Dtterschütz (sämtlich zur Standesherrschaft königsbrück gehörig) imGberamt erhobene Klage und ausgewirkte Inhibition mit seiner Gegen-notdurst nicht gebührlich gehört worden, sondern ihm anbefohlen sei,anfänglich bei Strafe Ungehorsams, nachher bei Strafe von 100 Talern,die Zölle an jenen Orten einzustellen ft. Wolf hatte ferner Streitigkeitenmit Frau Ursula Margarethe v. Taubadel auf lDiednitz, geb. v. Schön-berg, wegen des Zolls zu Dtterschütz, mit dem er und sein Vater belehntworden seift.
Wolf starb am 3. Mai 1666.
vermählt war er seit dem Jahre 1643 mit Sophia Elisabeth,der 1622 geborenen Tochter Johann Georgs Ueichsgrasen v. Solms-Baruth und dessen Gattin Unna Maria Ueichsgräfin v. Lrbachft. vonseinen Kindern sind bekannt zwei Töchter und zwei Söhne (1—4):
1. Sophia, vermählt mit Otto v. Hohberg aus Vuchwald. DieTochter dieses Ehepaars, Fräulein Magdalena Sophie v. H. vermähltesich 1683 mit Johann lvols (Grafen) v. Frankenberg, Landeshauptmanndes Fürstentums Glogau. Diesem wurde, nachdem im Jahre 1703Maximilian Frhr. v. 5. ohne männliche Erben gestorben war (sieheunten 3), die Herrschaft Klitschdorf im Prozeßwege zuerkannt. DerKaiser genehmigte, Wien den 4. Juli 1714 ft, daß dieser Johann lvolsGras v. Frankenberg und seine Nachkommen sich Grafen v. Frankenbergund Freiherren v. Schellendorff schreiben und beide Wappen vereinigen.
2. Unna Margarethe, vermählte sich mit Gustav Grasenv. Tolonnaft. Um l l. Upril 1662 fand die Ehestiftung statt.
3. Maximilian, geboren zu königsbrück am 13. Uugust 1645,erhielt zufolge testamentarischer Verfügung seines Vaters von dessen Dber-lausitzischen Besitzungen das Gut Haibau, den Schulzen mit freiem Schank(den die Erbherrschaft mit Bier verlegen mag), zwei Bauern zu klix,die Fischerei in der Tschirne, den Wehrzins aus der Holzmühle und derSaatzer Mühle, auch den Wehrgraben „zum Saatz", dann das DörfleinBirkenlache im Görlitzer Weichbilde. Um 21. Upril 1669 verwandelteihm der Kurfürst das Gut Haibau und pertinentien in Erbe"). Nachdemsein Bruder Friedrich Magnus (siehe unten S. 734, 4.) am 8. Mai 1667gestorben war, fiel ihm auch die Herrschaft königsbrück zu ft. Um
. ft ft. - St. - 0. I.oe. 9520, Dberlaus. Justizsachen, vol. XIII.
ft Frau v. Taubadel weigerte sich, als sie Mobilien aus lDiednitz in das LandMeißen durch Dtterschütz durchführte, Zoll zu entrichten. Um 9. Mai 1665 ergingvom kurfürstlichen Gberamt zu Bautzen in dieser Ungelegenheit der Bescheid, lvolfFrhr. v. S. sei nicht befugt, von den Besitzern des Gutes lDiednitz einen Zoll zufordern. H.-St.-U. Gen. Boe. 51795, Schellendorff.
ft Hübner, Genealogische Tabellen, II. Teil, 1727, Taf. 400.ft v. voerr, Der Udel der Böhmischen Rronländer, 1900, S. 198.ft ft. Hübner a. a. D. III. Teil, 1728, Taf. 987.
ft H.-St.-U. Boo. 9548, Vas 8. Buch Dberlaus. Lehens-Sachen 1672 — 81, Lrb-verwandlungen, S. 71.
ft klm Tage Lichtmeß 1671 s2. Februars bestätigte er die Urtikel der Büttner,Dlagner, Seiler, Glaser zu Uönigsbrück. verzeichniß Dberlaus. Urkunden II, S. 552.