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2 (1913)
Entstehung
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727
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v. Schellendorff.

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schen, dem auch das Gberlausitzische Gut halbau (blO von Görlitz, ander Tschirne) gehörte, Römischer kaiserlicher Majestät Uriegsr.at,desLandesbergischen Lundes bestallter Oberst über 1200 deutsche gerüstetePferde" und Landeshauptmann der Grafschaft Glatz, kaufte am 25. Sep-tember 1579 von seinem Schwager Caspar Burggrafen zu Dohna dieHerrschaft Uönigsbrück sW von Uamenz) zugleich mit dem DresdnerBrückenzolls für 50 000 Taler. Er vergrößerte den Umfang der Herr-schaft, indem er 1579 das Dorf Bulleritz (blO von Uönigsbrück) vonBenno v. helwigsdors, 1580 das Gut Zeisholz und einen Teil vonCosel (beide bl von Uönigsbrück), 1581 Unteile von Iveißbach undZietsch (beide bl von Uönigsbrück) hinzuerwarb h.

Christoph v. S. starb am 11. Nugust 1583^). vermählt hatte ersich: I. zu Tzschocha am 7. Januar 1560 mit Jungfrau Barbara,Tochter Hansens v. Nostitz auf Tzschocha; II. am 7. November 1575mit Jungfrau Latharina, Tochter des verstorbenen Burggrafen Heinrichzu Dohna auf Massel (Masslau")h.

Nus Christophs erster Che stammte folgender Sohn:

Carolus Magnus v. S. Cr erbte die väterlichen Herrschaftenund Güter Saatz, Uunau, Uönigsbrück, halbau mit halbau wurdeer vom Landvogt Hans Herrn v. Schleinitz am 22. Dezember 1593 be-lehnt^) und war auch Herr der Herrschaft Ulitschdorf im heutigen UreiseBunzlau. Uaiser Nudolph II. erhob ihn, Prag den 7. März 1602, in denIreiherrnstand"). Cr gehörte zu den im Jahre 1619 gewähltenDefensoren" der Gberlausitzh. Nm 7. Juni desselben Jahres (1619)Unterzeichnete er mit das Lehnspaktum^). Nn den Kurfürsten JohannGeorg I. von Sachsen richtete er am 1. Oktober 1620 die Bitte, er wolleihn gleich anderen Landständen der Oberlausitz in seinen Schutz auf-und annehmen, Nlter und Schwachheit verhindere ihn, persönlich zuerscheinen o). Im Jahre 1621 starb Carolus Magnus.

Vermählt war er mit Margaretha v. Schönfeldt a. d. h.Wachau^). Er hinterließ neben Töchtern, deren eine, Barbara,

h Über den Brückenzoll zu Dresden siehe Larpzov, Ehren-Tempel der Ober-lausitz, 1719, II, S. 21 ff.; ferner Schiffner im Neuen Laus. Mag. Bd. 39, S. 230ff.iRnothe in v. Webers Nrchiv für die Sächsische Geschichte, I. Bd., S. 425 ff-! überdie Streitigkeiten Lhristophs v. S. und seines Sohnes Larolur Magnus mit demDresdner Rat wegen dieses Zolles, Ebenda, S. 435 ff.

2) Neue Sächsische Rirchengalerie, Oiöcese Ramenz, Sp. 361.

2) Sinapius, Schlesische Luriositäten, II. Teil, 1728, S. 430. Thristophsv. Sch. Bildnis, in Gel auf kjolz gemalt, befindet sich im Nrchiv des Schlosses zuRönigsbrück. Gurlitt, Bau- und Runstdenkmäler Sachsens, 35 . kjeft, S. 359.

4) Vierteljahrsschrift für Mappen-, Siegel- und Zamilienkunde XXX (1902),S. 373, Nr. 223; S. 358, Nr. 52.

'>) verzeichniß Oberlauf. Urkunden, II, S. 247.

°) Ebenda, II, S. 260.

h Räuffer, Nbriß der Oberlaus. Geschichte, IV. Teil, S. 153.ch Oberlauf. Lollections-Werk, I, S. 1055.

") kj.-St.-5I. Deneal. Boo. 31795, Schellendorff.

w) Sinapius a. a. O. II, S. 430. In der Neuen Sächsischen Rirchengalerie,Diöcese Ramenz, Sp. 362 findet sich die irrtümliche Nngabe, Lhristoph v. S. habe