v. Lalisch.
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Die Geburt seines Lohnes Christoph Oswald meldete HeinrichSiegmund am 8. September l649 aus Arnsdorf dem Kurfürsten und batgleichzeitig darum, da er wegen der vielen Kontributionen nicht bei Geldesei, auch von seinem Gute und den Untertanen nur geringe Einnahmen habe,ihm 200 oder 300 FI. als Abschlagszahlung seiner oder seiner GattinBesoldung zukommen zu lassen'). Christoph Oswald wurde am 5. Oktober1649 getauft^. Er erhielt im April 1656 vom Kurfürsten ein pro-Kuratur-Benefizium in Höhe von jährlich 50 Fl. bewilligt und wurdezuerst in Finsterwalde, später, mit einem kurfürstlichen Venefizium aus-gestattet, in der Fürstenschule zu Meißen erzogen. Im Jahre 1669 sandteihn sein Vater auf die Universität Wittenberg, zwei Jahre später nachLeipzigs).
Heinrich Siegmund hatte vom Herzog Lhristian von Sachsen-Merse-burg zwei wüste Bauergüter im Dorfe Massen (Amt Finsterwalde) erb-und eigentümlich verehrt erhalten. Nachdem er aber eine zweite nichtstandesgemäße Ehe eingegangen war, wurde bestimmt, daß er über seinenTod hinaus über diese beiden Güter nicht verfügen dürsech. Er hinter-ließ aus dieser seiner zweiten The einen Sohn, der vor dem Fahre 1713als Fähnrich in Polen geblieben war, ferner eine Tochter, Frau HedwigHelena Gebelin, geb. v. S. Diese bat den Herzog Moritz Wilhelm vonSachsen im Fahre 1713, er möge die beiden Güter in Massen, die sichjetzt im Besitze ihres kinderlosen Stiefbruders Christoph Oswald befänden,nach dessen Tode an sie fallen lassen. Sie starb als Ehefrau des ZachariasGebe! auf Falkenberg am 23. Fanuar 1723 daselbstH. —
In die Familie v. 2. kam der Freiherrn- und Grafenstand. ErnstHeinrich v. S. und Großgraben wurde am 9. Fanuar 1728 in denBöhmischen Freiherrn-F, am 6. November 1741H in den preußischenGrafenstand erhoben. Die Erhebung in den preußischen Grasenstanderfuhr auch am 15. Oktober 1786ch Earl Ernst v. S.-Nassengries, Fustiz-rat und Kurländischer Landeshauptmann.
Wappen: Die v. 2. führen im gespaltenen Schilde rechts in Silbereinen mit den Sachsen nach innen gekehrten schwarzen Adlerslügel, linksin Not die linke Stange eines silbernen Hirschgeweihes. Helm ohneKrone und Bausch. Kleinod: 9 rote, an goldenen Stangen befestigte, jemit einer silbernen Nose belegte Fähnlein, von denen 4 nach rechts,
>) H.-St.-V. a. a. G.
2) Gaußiger Kirchenbuch.
») H.-St.-V. a. a. L.
tz Vus einem Schreiben der Zrau Hedwig Helena tbebelin, geb. v. S., HeinrichSiegmundr Tochter zweiter The, an Herzog Moritz Wilhelm, Uckro, den 13. Mai 1713,in Betreff der Bauergüter zu Massen: . . . „Selbige Güter aber Hernachmahls, weilnsich mein seel. Vater anderwerts verheurathet und zwar also, daß er sich aus seinemStande begeben, durch ein abermahliges Kescript nur auf seine Lebenszeit sindrestringiret worden" ... H. St.-51. a. a. G.
H Vierteljahrsschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie, XI (1883),S. 36. Hier ist sie nur mit dem einen Vornamen Helena benannt.
o) v. voerr, Oer 5Idel der Böhmischen Kronländer, IdOO, S. 213.
h Gritzner, Lhronol. Matrikel der Brandenburgisch - preußischen Standes-erhöhungen, S. 24. H Ebenda, S. 46.