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2 (1913)
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v. Nocdern.

legen, umb viertzigtausend Taller, die er uns bar bezaldt und vergnügethat"*). Friedrich wurde am l7. April 1562 in den Freiherrnstand er-hoben ^). Er starb zu Breslau am 3. März 1564 als Herr aus Fried-land, Tost, peiskretscham, kaiserlicher Rat und erster königlicher Kammer-präsident in Schlesiens, vermählt war er mit Salome v. Schönaich,die am Donnerstag nach Lucie 1556 s17. Dezember) starbH, nachdemsie ihm zehn Kinder geboren*"), von diesen überlebten ihn fünf Söhneund eine Tochter: Hans Georg, Sebastian, Fabian, Thristoph,Melchior und Anna. Diese vermählte sich im Jahre 1564 mit Stanis-laus Freiherrn v. promnitz zu pleß").

Friedrichs Söhne besaßen anfangs die Herrschaft Friedland nebstZubehör gemeinsam, bis zum Herbst des Jahres 1591 waren sie aberbis auf den jüngsten sämtlich und zwar ohne Kinder zu hinterlassen,gestorben, so daß Melchior nun alleiniger Herr wurde.

Melchior Frhr. v. R. war am 6. Januar 1555 in Breslau ge-boren, erwarb sich auf der Fürstenschule zu St. Afra in Meißen, sowieaus der Universität Heidelberg eine gute Bildung, unternahm danngrößere Reisen, trat hierauf in kaiserliche Kriegsdienste, kämpfte inUngarn gegen die Türken, dann in den Niederlanden und in Polen,erfocht im Jahre 1593 den ruhmvollen Sieg bei Sissek an der Saveüber 20 000 Türken und rettete 1598 die Festung Groß-lvardein. SmJahre 1600 belagerte er die Festung Papa, erkrankte aber im Lagerund starb auf seiner Rückreise am 20. September 1600 in Deutschbrod.Seine hervorragenden Verdienste hatte der Kaiser anerkannt, indem erihn zum kaiserlichen Rat, Kriegsratspräsidenten und Generalfeldmarschallernannte. Am 6. Januar 1601 wurde Melchior Frhr. v. R. mit großerFeierlichkeit in Friedland beigesetzt H. Seine lvitwe errichtete ihm einprachtvolles Denkmal in der dortigen Pfarrkirche"), vermählt war erseit dem Tage Katharinä 1582 s25. November) mit Katharina GräfinSchlick und hinterließ einen einzigen Sohn Thristoph, geboren imJahre 1591. Bis zu seiner Mündigkeit verwaltete seine Mutter mitkräftiger Hand die ihm vererbte väterliche Herrschaft. Noch bei Lebzeitenihres Gatten hatte sie am 14. August 1595 von Franz v. Schwanitz daszur Herrschaft Friedland gehörige Gut Neundors (blO von Kratzau) ge-kauft und wurde von ihrem Gemahl am 15. Juni des folgenden Jahresmit diesem Gute belehnt, von Franz v. Schwanitz erwarb sie auch das

1) Lehnsakten Seidenberg-Neibersdorf; verzeichniß Dberlaus. Urkunden, II. Bd.S. 187. Den Kaufbrief siehe bei Herrmann a. a. D. I. Bd., 5. 195 ff.

2) kl. Schimon, Der kldel von Böhmen, S. 1Z3.

H Sinapius, Schles. Luriositäten, I. Band, 1720, S. 125; vergl. auch klllgem.Deutsche Biographie, Bd. 27, S. 518 ff.

4) klbbildung des Epitaphs Friedrichs, seiner Gattin Salome und eines Sohnes,Friedrichs d. I., bei Metzger, historische Denkmäler im Friedländischen, 1410,Taf. XXVII. H Sinapius a. a. <v. I. Bd., S. 125. H Ebenda, I, S. 97.

h vergl. sein Lebensbild von F. N). L. Mende im Neuen Laus. Mag. Bd. 46,S. 255 ff., 261: vergl. auch E. Koch, Neues Laus. Mag. Bd. 8b, S. 41 ff.; klllgem.Deutsche Biographie, Bd. 29, S. 23 ff.

H klbgebildet bei Metzger a. a. V. Taf. XXVIII,