v. Roedern.
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Gut Wustung (lMW von Friedland) und wurde am Dienstag vor Driuinre§um 1612 f31. Dezember 1911f mit ihm belehnt. Ferner kaufte sie vonJonas v. vebschitz am 1. April 1616 das Lehngut und Gbervorwerkzu Reibersdorf (0 von Zittau) für 2650 TalerH. Sie starb noch vorder Schlacht am Weißen Berge und wurde am 20. März 1618 in Fried-land beigesetzt 2).
Christoph übernahm, mündig geworden, im Jahre 1612 dieHerrschaft2). Gleich zahlreichen seiner protestantischen Standesgenossenin Böhmen an der Rebellion gegen Kaiser Ferdinand II. beteiligt, fochter vermutlich mit in der unglücklichen Schlacht am Weißen Berge am8. November 1620, wurde geächtet, ging seiner Güter verlustig und mußtedie Flucht ergreifen. Um das Jahr 1640 starb er in Polens, ver-mählt war er seit dem Jahre 1634 mit Magdalena v. Hundts.Christophs Böhmische Besitzungen erwarb im Jahre 1622 vom KaiserRlbrecht v. Waldstein, die Dberlausitzischen 1630 vom Kurfürsten JohannGeorg I. von Sachsen Christian Freiherr v. Nostitz.
Da der flüchtige Christoph v. „Rödern" wegen seiner HerrschaftSeidenberg weder bei der Einräumung der Gberlausitz an Kursachsen, nochauch später seine „Pflicht geleistet" und beim Gberamt seine „Schuldigkeitverrichtet" hatte, so befahl der Kurfürst am 30. Dezember 1624 demLandeshauptmann der Gberlausitz, Adolph v. Gersdorff zu Ruhland undRattwitz . . . „Ihr wollet denselben anderweit für euch zu Ablegungder Pflicht citiren, dorzu einen geraumen Termin bestimmen und dieseLoininination mit anhengen°), uffm Fall er alsdann nicht erscheinenund die Schuldigkeit praestiren würde, daß Wir entschlossen, ihn mitderjenigen Straff zu belegen, welche Mir vermüg der Lehen- und andererRechte, auch dem Landesgebrauch nach Kegen dergleichen Ungehorsamefürzunehmen befugt" . . ?).
Christoph hielt sich, wie aus von ihm geschriebenen Briefenhervorgeht, im Juli 1621 in „Lewenbergk", im August in Hirsch-berg, im Juni und Juli 1622 in Reibersdorf auf^). 1624 weilte
fl Neues Laus. Mag. Bd. 73, s. dt, 92.
2) Roch, Mitteilungen des Nordböhm. Exkursions-Rlubs, XXXIV. Band, 3. Heft(5. 5 des Sonder-Nbdrucks).
fl Lhristoph entleibte am 10. Juni 1618 auf seinem Schlosse Friedland einenjungen Grafen Schlick. Roch a. a. G. (S. 6 des Sonder-Nbdrucks).
fl Herrmann a. a. D. I, S. 383.
fl „guas in sxilio L^srini Bolonornin 1641 l.llan. pis odiit ibiäsingusin RvanAsIioornrn tsinplo 13. Rsbr. bonoribios sspulta". Sinapius a. a. D. l,S. 127. - Nicht mehr benutzen konnten wir in unserer Darstellung den Nufsatz RarlRlindert's: „Christoph II. von Redern, der Letzte aus dem Hause Friedland" in denMitteilungen des Vereines für Heimatkunde des Iflchken-Sser-Gaues, III. Iahrgang(1909), Nr. 2.
fl Diese „Loinininution" war in dem kurfürstlichen Schreiben einige Zeilenzuvor so angegeben: . . . „Nlso hetten wir wol Ursach, Kegen demselben nunmehrmit derienigen Straff zu verfahren, so uff dergleichen ungehorsame Leute geordnet" .. .Lehnsakten Seidenberg-Neibersdorf. fl Ebenda.
fl H.-St.-N. Boe. 9190, vierdte Buch Gberlaus. Sachen uo 1620 und 1621,Fol. 440 ff.; Boo. 9190, Fünffte Buch Gberlaus. Sachen ao 1621, Fol. 80 ff.; I_oe.9190, Sechste Buch -c. uo 1622, Fol. 239 ff.