o. Roedern.
629
im Mer von 60 I. 9 M. ihr Leben beschloß und am 15. d. M. ausdem Lliaskirchhos in Dresden bestattet wurde. Sie kaufte am 24. April1783 von Ferdinand Rudolph v. Ziegler und Klipphausen auf Gber-Lunewalde, preititz, Klein-Bautzen die Erbrittergüter vaubitz vonRothenburg, am weißen Schöps), Neuhammer (^V an vaubitz grenzend),auch das Mittelvorwerk zu vaubitz für 60 500 Taler und 500 Tlr.Schlüsselgeld. Rm 16. Dezember 1783 erhielt sie den Trbbrief.
Friedrich Wilhelm Heinrich v. R., ihr einziger Sohn, war zuWetzlar am 9. Mai 1775 geboren, während sein Vater daselbst kur-fürstlich Sächsischer Subdelegierter am kaiserlichen Reichskammergerichtwar. Unter Vormundschaft Peter Rarl Wilhelms Freiherrn v. Hohenthalstehend, kaufte Friedrich Wilhelm Heinrich am 10. April 1783 von FerdinandRudolph v. Ziegler und Rlipphausen das Mannlehngut Teicha vonRothenburg) für 10000 Taler. Nach seiner Mutter Tode erbte er dieGüter vaubitz und Neuhammer und erhielt am 6. Juni 1811 denErbbrief. Er hatte sich dem Militärdienst gewidmet und stand alsSousleutnant im Regiment Prinz Tlemens Lhevaux-legers. Seit derKampagne 1796 bis zum März 1801 war er zum Neutralitätskordonim Auslande kommandiert,- später war er Landrat des RothenburgerKreises.
vermählt hatte sich Friedrich Wilhelm Heinrich mit Louise Wil-helmine geb. v. Veltheim. Ihr verkaufte er, damals als königlichSächsischer Major der Kavallerie bezeichnet, am 5. April 1813 sein GutTeicha für 20 000 Taler, von ihr erwarb dieses Gut am 4./8. März1823 der königlich preußische Rittmeister Ludwig Georg Gottlieb Grafv. Nostitz aus Rietschen und Mühlrädlitz.
Wappen: Schild geteilt von Silber, Rot und Schwarz. Helm un-gekrönt. Kleinod: Ein turmähnlicher Gegenstand mit der Farbenteilungdes Schildes. Decken rot-silbern.
v. Noedern (v. Raedern), Freiherren, auch Grafen.
Lhristoph v. Bieberstein zu Sorau, Muskau, Beeskow, der letzteBesitzer der Herrschaft Friedland aus seinem Geschlecht, war nach demWortlaut der Grabschrist in der Kirche zu Friedland am Dienstag nachLucie 1551 s15. Dezembers gestorbenH. Er war unvermählt gebliebenund so fielen seine Güter an die Krone. Kaiser Ferdinand I. verkaufte,Linz, den 1. April 1558, dem Kaiserlichen Rat und „vitzthumb in Gber-und Niederschlesien" Friedrich v. Roedern zu Ruppersdorf erblicher-weise die „Herrschaft Friedland zusambt den einvorleibten erblichenzugehörigen Städtlein, Kraysen und vörsfern, benenntlichen Reichenbergmit seiner Zugehör, das öde Schloß Hammerstain mitsambt seiner Zu-gehörung, welche sambt gemelter Herrschaft Fridtlandt in obberürterunser Tron Behaim, und dan das Städtlein Seidenbergk sambt denzugehorenden Krarzßlein in unserem Marggrafsthumb (Ober Lausnicz ge-
tz kserrmann, Geschichte der Stadt Reichenberg, I. Bd., 1863, S. 167.