Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
Seite
602
Einzelbild herunterladen
 

602

v. Riesch.

Sein Tochtermann war Frhr. Tarl v. Blittersdorf, fürstlich TaxisscherGeheimrat.

Joseph hatte die Güter Radibor, Ouoos und Vornitz am 31. Juli1779 für 90 000 Taler seinem Bruder, dem Baron Louis v. R., Oberst-leutnant in holländischen Diensten, verkauft. Rm 13. Rpril 1780 erhieltdieser den Lrbbrief, verkaufte die Güter aber bereits am 17. Rpril 1783an die Komtesse Johanna Repomucena v. Bolza.

Wappen: Tin in den Lehnsakten von Radibor befindliches Siegeldes Freiherrn Joseph, Fulda den 12. Rpril 1766, zeigt, soweit erkenn-bar, im goldenen Schilde auf grünem Boden ein nach rechts springendesRoß. Über dem Schilde eine neunperlige Krone.

v. Riesch, Freiherren und Grasen.

Kaiser Franz l. hatte den Bankier lvolsgang Riesch, dervoneiner in der Reichs-Stadt Lindau angesessenen adelichen kamille" ab-stammte, Wien den 9. März 1747, in des heiligen Römischen ReichsAdel- und Ritterstand mit dem PrädikateEdler von" erhoben, ihmauch am 29. Rugust desselben Jahres die Würde eines kaiserlichen Ratesverliehen. Kaiser Joseph II. erhebt ihn, Wien den 7. Rugust 1766, indes h. Römischen Reichs Frei- und pannerherrenstand mit dem Prädikatund Ehrenwort Wohlgeboren. Im Freiherrndiplom heißt es:Da nuner sWolsgang Edler v. R.f von dieser Zeit (1747) nicht weniger beflissengewesen, seinen ausnehmenden Eifer zu Unserm und des DurchlauchtigstenLrz-Hauses ersprießlichstem Besten, bevorab in Emporbringung dererOesterreichischen Landes-Fabriquen und Tommercien in allen sich ergebenenFällen mit vieler Mühe und Beeiferung zu bewähren und seine aller-unterthänigste Devotion hierunter am Tag zu legen: als bäte er Unsallergehorsamst, ihn in gnädigster Trwegung seiner vielfältig sich hierdurcherworbenen besonderen Verdiensten in des heiligen Römischen ReichsFrepherrnstand mildest zu erheben"h. Die kurfürstliche Anerkennungerfolgte Dresden, am 30. Dezember 1767.

Im Ruftrage Wolfgangs Edlen Herrn v. R. kaufte der wirklichegeheime Kriegsrat Johann Heinrich Simonis am 3. Dezember 1757 vomGrasen Rlexander Joseph v. Sulkowski die Güter Reschwitz (14I4^V vonBautzen), Zescha (14 von Reschwitz), holscha (0 von Reschwitz), Jeßnitzmit Guhra (8^V von Reschwitz), Doberschütz (M von Reschwitz) undPuschwitz (8^V von Reschwitz) für die Summe von 220000 Talern undzedierte hierauf diese Güter seinem Ruftraggeber. Dieser wurde, Warschauden 30. November 1758, mit dem Indigenat der Gberlausitz begnadigt,woraus er, ohne daß ein öffentlicher Anschlag des Verkaufs der Gütervorausging oder von ihm die Ausstellung eines Reverses verlangt wurde,die Lehn empfing. Rm 12. Rpril 1764 wurden ihm die Güter verreicht.Wolsgang kaufte zu diesen Gütern am 25. September 1769 noch hinzu

I) k).-5t.-6. I^oc. 3132, Rcta Reich; Zreicherrnstandes Erhebungen betr. uo1767-1806, vol. II, Zol. 1 ff.