v. Riaucour.
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Peter und sein Lohn Andreas, damals kursächsischer Legationsrat,sowie Peters Bruderssohn namens Joseph wurden am 23. Juni 1745vom Kurfürsten Friedrich August II. von Sachsen als Reichsvikar in denAdelsstand h, Andreas ferner als kursächsischer Geheimrat und außer-ordentlicher Gesandter am kurpfälzischen Hofe, Wien den I. Oktober 1754,in den Reichsgrasenstand erhoben.
Peter „Freiherr" v. R., kursächsischer Rammerrat, legte den Grundzu den ausgedehnten Besitzungen des Geschlechts in der Gberlausitz, indemer am 18. Oktober 1766 von Heinrich Christian Grafen v. Keyserlingdie Güter Gaußig und Klein-Gaußig (8^V von Bautzen), Diehmen(080 von Gaußig), Golenz (0 von Gaußig), Medewitz vonGaußig), vrauschkowitz, Brösang, Katschwitz (sämtlich bMO vonGaußig), Birkenroda (VVbl^ von Gaußig) für 100000 Taler kaufte;am 25. November 1767 wurde er durch seinen Mandatar Carl Heinrichv. Zezschwitz auf pließkowitz mit diesen Gütern belehnt. Peter starbzu Warschau am 6. (7.) Januar 1768, 75 Jahre alt^).
Andreas, geboren am 10. Januar 1722^), seit dem l. Oktober1754 Reichsgraf v. R., war seit 1748 kursächsischer Geschäftsträger inMannheim, 1750 wurde er als Minister am pfälzischen Hofe akkreditiert,1752 ward er zum Geheimen Rat und außerordentlichen Gesandtenernannt. Dreißig Jahre lang verweilte Graf Andreas aus seinem Mann-heimer Posten und machte 1778 die Übersiedelung des Hofes nachMünchen mith. Leine an den kurfürstlich Sächsischen Hof nach Dresdengerichteten Gesandtschastsberichte, eine Ouelle zur Geschichte des KurfürstenKarl Theodor von der Pfalz-Bayern, befinden sich im K. S. Haupt-Staatsarchiv zu Dresden. Als Voltaire nach dem Bruche mit Friedrichdem Großen zu Anfang August 1753 nach Schwetzingen an den kur-pfälzischen Hof kam, berichtete Gras Andreas dessen Enthüllungen überden Preußenkönig an den Grasen Brühls.
Was seinen Güterbesitz anbetrifft, so war Andreas seit Beginn der
y kf.-St.-kl. I.oe.5230, Octa die Erhebung des Tammer-Kaths Peter Maucours,dessen Lohns, auch Bruders Sohns, in des heil. Köm. Reichs Kdel-Stand betr. anno 1745.
„Datum in oolls^io vioariorum rs§io insi^nis soolssias oollsAiatas stparoolnalis Varsavisnsis saneti üoannis baptistas anno clni inillssiino ssptin-Aentssimo ssxa^ssimo ootavo, äis 5tL msnsis IVlartii: Intra soriptus rsguisitusOs sxtraclsnäo autksntioo tsstimonio vitas clsosssus, iiluci s libro mortnorumaä sanüsm rsZio insiZnem soelssiam oolls^iatam asssrvato sxtraxi proutssguitur: Vnno clomini inillssiino ssptinZsntssimo ssxagssimo ootavo, clis7 m» msnsis üanuarii odiit in clomino ma^nitious üominus Bstrus Kiauoourbaro annoruin 75, provisus omnibus saoramsntis sspultusgus ln rs^io insi^nisoelssia oollschata ante altsrs transtiAurationis äomini in tornios. Duocl itarspsrtum tsstor ao in maforem ticlsm msa manu propria sudsorido si^illogusooslsAÜ oommunio. Datum Varsavias anno st clis ut supra. blioolausLrrobiolci, vioarius Varsavisnsis, proourator oollschi mpp." Lehnsakiten Gaußig.
tz Gretschel, Geschichte des Sächsischen Volkes und Staates, fortgesetzt vonBülau, III. Bd. 1853, S. IS5.
y vergl. Festnummer der Mannheimer Geschichtsblätter, September 1007,S. 214 ff.: F. Malter, Kiaucours Gesandtschastsberichte als Tsuelle zur Geschichtedes Kurfürsten Karl Theodor,h Ebenda, S. 222.
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