Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
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553
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v. Rechenberg.

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21. April 1735 von Christoph Ernst v. Kottwitz aus Wendisch-Tunners-dors ein in Wendisch-Paulsdorf gelegenes Vauergut nebst einem Gärtner.Earl Heinrich verkaufte Wendisch-Paulsdors nebst diesem pertinenzstückam 17. März 1744 an seine Gattin, Frau Henriette Juliane, für 14000Taler. Am 20. März 1744 belehnt, konnte sie wegen Kränklichkeit dasGut nicht halten und verkaufte es am 24. Oktober 1744 wieder ihremGatten für 14 000 Taler. Km 24. Februar 1745 wurde er belehnt.Larl Heinrich starb als königlich polnischer kurfürstlich Sächsischer Oberstbei der Chevalier-Garde auf seinem Mttersitz Wendisch-Paulsdors am11. März 1765 im Alter von 78 Jahren und wurde am 16. März inKittlitz bestattet.

Seine erste Gattin, Henriette Juliane geb. v. Nüdinger, ver-witwet gewesene v. Berge, starb im Jahre 1747H; seine zweite Gattinwar Johanna Carolina v. Gersdorss, Tochter Benno Siegismundsv. G., die im Jahre 1756 starb ^). Carl Heinrich hinterließ eine einzigeTochter, Henriette Caroline v. N., geboren am 3., getauft am 7. Oktober1751, als Universalerbin. Sie erhielt am 24. Januar 1766 Indult wegendes Gutes Wendisch-Paulsdors, vermählte sich zu Pulsnitz am 28. Mai 1770^)mit Georg Heinrich v. Tarlowitz und erhielt am 29. März 1773 den Lrbbriesüber Wendisch-Paulsdors. Sie starb zu Dresden am 23. April 1823.

IV. Christoph v. R. und seine Nachkommen.

Christoph v. R. war im Jahre 1602 mit Beiersdorf mitbelehntworden. Im Jahre 1624 wurde sein Sohn Hans Ernst mit diesemGute mitbelehnt. Christoph kaufte von den Gerholdschen Erben dasGut Kleinwelka (blbl>V von Bautzen) und wurde am 31. März 1599belehnt^). Er starb am 26. April 1624 in Lubachau,ohngesähr

70 Iahre"'I, mit Hinterlassung der Witwe Adoletha v. N., geb.v. Haugwitz und dreier Kinder, nämlich des schon erwähnten Sohnes HansErnst, eines weiteren Sohnes Christoph und einer Tochter MariaElisabeth. Die beiden Brüder erhielten nach des Vaters Tode einenLehnsmutungsschein wegen des Gutes Kleinwelka. Christoph starb balddaraus, so daß im Jahre 1626 Hans Ernst allein mit Kleinwelkabelehnt wurde. Aber auch Hans Ernst starb zu Beginn der dreißigerJahre. Christophs Witwe, Frau Adoletha v. N. suchte nun wegen etlichertausend Taler, die ihr und ihren Kindern aus Kleinwelka zustanden, imJahre 1632 die Lehn über dieses Gut. Ls wurde ihr vom Gberamtadjudiziert und sie erhielt es im Jahre 1633 zu Lehn verreicht. ZweiJahre später (1635) verkaufte sie Kleinwelka ihrem Schwiegersohn, demHosrichter Heinrich v. Zezschwitz auf Lubachau, dem Gatten ihrer TochterMaria Elisabeth.

r) Klotz, Geneal. Nachrichten, Bd. XIII, Rechenberg,tz Ebenda.

3)Rus dem Rrchive der Familie von Tarlowitz", 1875, S. 125.tz vergl. der verf.Zur Geschichte der (Ortschaften Großwelka und Kleinwelka".lvöchentl. Reilage zu denBautzner Nachrichten", 1893, Nr. 43.

H Vierteljahrsschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde XXI, S. 117.