v. Naussendors.
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Hans v. R., der einzige 5ohn Friedrichs, der die andere Halstevon Spremberg besaß, starb im Jahre 1597 ohne Leibeserben. SeinLehngut Nieder-Spremberg fiel an seine nächsten Agnaten in Lohmen:Christoph, Hans, Friedrich, Siegmund Gebrüder und Gevettern v. N.Christoph und Hans waren Brüder. Dieser zuletzt genannte Hansv. R. warvermählt mit Anna Magdalena v. Gersdorff, Tochter Balzers v. G.zu Neukirch und seiner Gattin Anna Maria geb. v. Schwanitz H. Hansstarb, wie diese seine Gattin im Januar 1636 dem Kurfürsten meldet,„nunmehr vor drey Jahren" und hinterließ einen Sohn Hans Heinrichund eine Tochter Anna Elisabeths). Hans Heinrich war Stallmeisterbeim Freiherrn Franz Wilhelm v. Talmberg in Böhmen.
Hansens Bruder, Thristoph v. N., verglich sich mit seinem VetterFriedrich v. N. dahin, daß dieser im Jahre 1605 seinen Anteil an Sprem-berg jenem für 400 Taler verkaufte. Christoph hatte zwei Söhne:Wilhelm und Wolf Ulrich v. N. Wilhelm begab sich in SchwedischeKriegsdienste, Wolf Ulrich wurde am 31. Dezember 1631 zu seinemAnteil am halben Gute Spremberg belehnt. Wilhelm war im Jahre1658 zu Dobromeritz in Böhmen, „und als er katholisch worden, zuvorigem noch den Namen Franz erlanget" ^).
Wolf Ulrich v. U?) aus Spremberg, kaufte am 12. Mai 1661 vonHans Caspar d. I. v. Haugwitz das Gut Loga (8 von Königswartha) undwurde am 11. Oktober 1661 belehnt. Dazu erwarb er zu Walpurgis1663 die Kobaner Mühle zu Pannewitz (^V von Loga) von TonradHeinrich v. Theler. Wolf Ulrich starb am 24. November 1679. Crwar vermählt mit Magdalena, geb. v. Naussendors und hinterließvier Söhne (I —IV):
I. Thristoph Siegmund. Siehe unten.
II. Heinrich Adolph. Siehe unten S. 537.
III. August Friedrich. Siehe unten S. 538.
IV. Maximilian Gottfried. Siehe unten S. 538.
I. Thristoph Siegmund v. N., getauft zu Schandau am14. Januar 1644 zugleich mit seinem wohl früh verstorbenen Zwillings-
0 H.-St.-N. Gen. Koe. 11273, Dersdorfs; Boo. 31775, Naussendors.
H H.-5t.-N. Geneal. Itoo. 31775, Naussendors.
tz Lehnsakten Spremberg. Huhns topographisches Lexikon, Bd. I, 1848, nenntzwei Drtschaften Dobromieritz, eine im Kreise Tabor, eine im Kreise Saaz.
tz v. Uechtritz, Diplomat. Nachrichten, VI. Bd., 5. 83 nennt als Vater WolfUlrichs nicht Christoph, sondern Heinrich v. R. auf Spremberg, vermählt mit Nlariav. Kaplier „aus Salowitz in Böhmen". Lr gibt ferner als Todesjahr Ivolf Ulrichsnicht, wie die Lehnsakten von Spremberg, das Hahr 1679, sondern 1659 an undnennt ihn ferner angesessen auf Spremberg und weißig. Mit v. Uechtritz' Nngabe,Wolf Ulrichs Mutter sei Maria Kaplir v. Sulowitz, also eine Böhmin gewesen, würdedie Nachricht des H.-St.-kl. (Geneal. L,oo. 31775, Naussendors) in Linklang zu bringensein, wonach Wolf Ulrich sein mütterlicher Lrbteil im Leitmeritzer Kreise stehen hatteund der Kurfürst zu seinen Gunsten im Jahre 1637 beim Kaiser, ferner im Jahre1648 beim Hofkammerrat, Kämmerer und obersten Münzmeister im Königreich BöhmenUlrich Ndam Popel v. Lobkowitz auf Bilin und „Beskowitz" sBerzkowitzj wegen 1400Schock intervenierte, welche der Vater des letzteren, Wilhelm Popel v. Lobkowitz, demv. Naussendors schuldig geblieben war. — vielleicht gab es also gleichzeitig zweiverschiedene Träger de; Namens Wolf Ulrich v. Naussendors?