Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
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532
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v. Raussendorf.

In einem an den Landvogt gerichteten Schreiben Heinrich Wolfsv. platen vom 2. Januar 1693 heißt es mit Bezug aus Georg v. R.:. . .Es ist aber der seel. Herr Bittmeister v. Ramsoi der Geburt nachein Engelländer gewesen und durch Krieges Dienste in Deutschlandkommen, also daß es es viel Mühe und Schwierigkeiten geben dörfte,ehe man von seinen Agnaten einige gründliche Information erhaltenkönnte" . . ?).

Über das Wappen ist nichts bekannt.

v. Raussendorf.

Die v. Raussendorf sind bereits um die Wende des 14. und16. Jahrhunderts als in der Gberlausitz angesessen nachzuweisen.

Linie Spremberg.

Aus Spremberg (8M von Löbau) saßen Glieder des Geschlechtsbereits seit dem Ende des 14. Jahrhunderts^). Im Jahre 1488, amMittwoch nach Aller heiligen f5. Novembers belehnte der Bischof vonMeißen Johann VI. von Salhausen in Stolpen die Gebrüder Hans undNickel v. N. mit Spremberg. Hans starb vor dem Frühjahr 1515, dennam Montag nach Trinitatis 1515 f4. Junis belehnte derselbe Bischofaufs neue mit dem Gute Spremberg Nickel v. N. und seineVettern":Hans, Taspar, Thristoph, George und Friedrich,Hansen seel.Söhne". Nickel starb vor dem Jahre 1628, denn am Dienstag nachEpiphanias 1528 f7. Januars wurden nur die genannten Söhne Hansensmit Spremberg belehnt^).

Im Jahre 1560 befinden sich im Besitze Sprembergs die GebrüderThristoph und Friedrich, die letzten jener fünf Brüder, die erstmalig imJahre 1515 mit Spremberg belehnt wurden. Diesen beiden GebrüdernThristoph und Friedrich wurde am 8. Februar 1560 Spremberg zu Lehnverreicht, doch konnte Friedrich, wie er am 5. Februar 1560 bekennth,wegen hohen Alters und Schwachheit nicht persönlich dem Kurfürsten dieErbhuldigung leisten, er erteilte vielmehr seinem einzigen Sohne Hansv. N. Vollmacht hierzu. Friedrichs Bruder Thristoph, gleichfalls hoch-betagt, übergab wegen Leibesschwachheit seinStückgut" Spremberg imJahre 1560 seinen Söhnen heinecke (hennicke), Bastian und Hans.Diese drei Brüder scheinen sich dahin geeinigt zu haben, daß heineckeden väterlichen Besitz allein übernehmen sollte, wenigstens meldete dieseram 8. Juni 1563 dem Kurfürsten, daß er seinGut im Dorfe Sprem-berg" an Hansvon Bela" verkauft habe; es wird ferner in der Reiheder Spremberger Geistlichen aufgeführt (ohne Datum):David, war bepHerrn hengken von Raußendorsf Informator"^).

0 Lehnsakten Märschen.

vergl. Rnothe, Geschichte des Gberlausitzer Lldels, 5.441.

3) Gercken, Historie Stolpen, 1764, 5.464, 465.h Lehnsakten 5premberg.

h Heckei, historische Beschreibung von Bischoffswerda, I7IZ, 5.585.