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2 (1913)
Entstehung
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395
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d'Grville v. Löwenclau.

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Wilhelm v. G. besaß Nieder-Sohland am Nächstem (blO von Löbau).Ihm und seinem Sohne lieh im Jahre l682 der kurfürstlich SächsischeNat und Rmtshauptmann zu Görlitz Wolf Rlbrecht v. Soeben aus Schön-berg 500 Taler und bat wegen dieses Darlehns um einen Rmtskonsensaus das ganze vermögen seiner Schuldner, speziell auf ihrGutt Nieder-Lohlandt". Der Rittmeister Wilhelm v. Gppellh eignete, wie er demRmtshauptmann am 5. Dezember 1682 meldet, seinem geliebten einzigenSohn Johann Wilhelm v. D. durch eine Übergabe unter denLebendigen das Gut Nieder-Sohland zu und bat es diesem zu Lehn zuverreichen. Lange konnte Johann Wilhelm den neuen Besitz nichtbehaupten: Johann Hartwig Rugustus v. Uechtritz zu See erhandelte dasGut Nieder-Sohland sx eoneursu. Wie er am ld. Juli 1697 von Seeaus dem Rmtshauptmann meldet, ist ihm das Gutgleich izo ein Jahr,vor und umb 9000 Ntlr. baares Geld, provio eonssnsu derer sämbt-lich interessirten Lrsäitorum, gerichtlich adjudiciret worden" ^). Der demDebitor v. G. reservierte anrms reluitionis ging zu Ende, ohne daß erdie Rblösung in die Hand nahm und so erhielt denn der genanntev. Uechtritz Nieder-Sohland für 9000 Taler Kaufsumme und 100 TalerGeschenkgeld.

Ls war wohl eine Tochter des Rittmeisters Wilhelm v. G., jeneJohanna Marianne v. G. a. d. h. Nieder-Sohland, die sich im Jahre1682 mit Georg Taspar v. Nostitz, der Hauptlinie Tzschocha angehörig(vergl. S. 316 dieses Bandes), vermähltes.

d'Grville v. Löwenclau, Freiherren.

Infolge der Rufhebung des Edikts von Nantes (1685) verließ dieFamilie d'Grville Frankreich und suchte sich eine neue Heimat in Frank-furt a. M. Der Sohn Peter Friedrichs d'G. und der SusannaIuditha geb. Vuirette von Gehleseld, namens Isaak d'G., geborenzu Frankfurt 7. Rugust 1699, erhielt als Besitzer des adeligen Gutes

noch auch Herrn Siegfried v. Dppel, Schloß Uönigsbrück, sind sie als Angehörige ihrerFamilien bekannt.

H Genau so unterzeichnet er sich in den Lehnsakten von Nieder-Sohland.Tin Siegel ist leider nicht vorhanden. Daß der Nanie in den Okten gelegentlich ohneOdelsprädikat ausgeführt, daß mitunter seine Schreibweise von der angegebenen etwasabweichend ist, wird keinen überraschen, der weiß, mit welcher Nachlässigkeit undWillkür in jener Zeit beim Schreiben von Namen verfahren wurde.

2) Lehnsakten Sohland. Iohann Wilhelm D. befand sich schon einige Iahrezuvor in mißlichen Vermögensverhältnissen. So entlieh er im November 1691 vonLudwig Gebhard Frhrn. v. Hoym auf Droyßig und Guteborn zur Tilgung einigerauf seinem Gute Nieder-Sohland hastenden onora roalia die Summe von 3000 Tlrn.dergestalt, daß, wenn der Schuldner diesen Betrag nebst Zinsen nach Nblauf dreierIahre nicht zurückzahle, dem Gläubiger das Gut für 8000 Tlr. käuflich überlassenund gegen Erlegung der übrigen 5000 Tlr. wirklich eingeräumt werden solle. 3mSeptember 1694 bat G. um Stundung bis Michaelis 1695. H.-St.-N. 1,00.9531,Das 66. Buch Gberlaus. Iustizsacheu, Fol. 49 fs.

h vergl. Iohann Gottlob Müller, versuch einer Geschichte des Nostitz scheuGeschlechts, Mspt. V. 8. 68b 2. Heft, S. 21. (Nrchiv der Gberlausitzischen Gesellschaftder Wissenschaften).