Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
Seite
394
Einzelbild herunterladen
 

394

v. Gppell.

Sohnes, Hans Heinrichs v. <O. und Hans Ludwigs v. G. (Sttfl. BI. 8,Nr. 325 und 330) machten sich in der Gberlausitz ansässig.

Hans Heinrich v. <O., geboren zu Dresden am 29. Juli 1796,gestorben daselbst am 29. Februar 1872, königlich Sächsischer (Oberst derKavallerie, hatte aus seiner ersten Ehe mit Susanna Louise Freiinv. Werthern einen Sohn Hans Ernst v. <O. (Sttfl. BI. 8, Nr. 336),geboren zu Dresden am 8. November 1833, königlich Sächsischer Ritt-meister. Dieser kaufte, damals zu Zabeltitz bei Großenhain, am 28. No-vember 1869 von Johann Gottfried Jacobi das Nllodialrittergut Halben-dorf im Gebirge (blO von Schirgisroalde) für 31100 Taler. Er starbdaselbst am 2. April 1876 mit Hinterlassung der Witwe Elisabeth geb.Lompn-Peat und zweier unmündiger Kinder: Hans Alexander Max,geboren zu Dresden 28. (Oktober 1867 und Marie Louise, geboren zuDresden 24. April 1869. Das Gut Halbendorf fiel an die Witwe. Sieverkaufte es am 1. Juli 1882 für 135 000 Mark an den Ritterguts-besitzer Johannes Lehmann auf Gehna.

Hans Ludwig v. <O. (Sttfl. Bl. 8, Nr. 330), der Bruder HansHeinrichs, war zu Krumhermsdorf am 26. Juni 1800 geboren und starbam 29. Juli 1876 als Königlich Sächsischer Geheimrat, Senior und Prälatdes Hochstifts Naumburg. Aus seiner am 10. September 1833 geschlossenenEhe mit Susanne Maximiliane Freiin v. Werthern gingen nebenvier Töchtern zwei Söhne hervor, deren jüngster ihn überlebte und dasHaus Friedersdorf bei Neusalza begründete. Dieser, Hans Leo v. (v.(Sttfl. Bl. 8, Nr. 348), geboren zu Dresden am 8. August 1846, KöniglichSächsischer Kammerherr, Rittmeister vom Garde-Reiter-Regiment, ver-mählt auf Schloß Roßthal am 28. September 1876 mit Marie LouiseMargarethe Freiin Dathe von Burgk a. d. h. Burgk, geboren aufSchloß Roßthal am 4. März 1856, erwarb im Jahre 1877 die GüterNieder- und Mittel-Friedersdors (80 von Neusalza) und ließ1887 1889 das Schloß zu Friedersdorf erbauen h. Er ist der Historio-graph seines Geschlechts, von fünf Kindern (3 S. 2 T.), die aus seinerEhe heroorgingen, leben zwei Söhne und zwei Töchter.

Wappens: Im blauen Schilde ein schrägrechts und aufwärtsgestellter silberner Sturm- oder Schiffshaken. Aus dem Helm drei silberneStraußenfedern. Decken blau-silbern. Siebmacher I, Taf. 55, Nr. 15unter denSchleßingischen".

Anhang. Welchem Geschlecht, ob dem v. Gppell oder v. (Oppel,die folgenden angehören, vermögen wir nicht anzugeben ^). Lin Rittmeister

H Die zahlreichen Porträts der daselbst befindlichen Nhnengalerie zählt Gurlittauf in den Bau- und Kunstdenkmälern Sachsens, 34. Heft, 5. 148 ff.

-) Über das älteste Siegel des Geschlechts v. D. an einer im Kloster Marien-thal befindlichen Urkunde vom 16. Mai 1404 vergl. Scheuffler, Neues Laus. Mag.Bd. 72, S. 312; v. Gppell (Lharlottenburg), Der Deutsche Herold, XXVIII. tzahrgg.(1897), S. 110. Über Grabdenkmäler des Geschlechts v. D. aus Schlesischenund Niederlausitzischen Kirchen berichtet, zum Teil mit Abbildungen, v. Gppell(Friedersdorf), Der Deutsche Herold, XXXII. Zahrgg. (1901), S. 72 ff.

3) Weder dem königlich Sächsischen Kammerherrn, Herrn Hans Leo v. Gppellauf Friedersdorf, dem erwähnten genauen Kenner der Geschichte seines Geschlechts,