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2 (1913)
Entstehung
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374
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v. Oberländer.

geboren im Jahre 1651, gestorben ohne Erben am 6. Mai 1699h,stand anfangs in kaiserlichen Diensten. Lein Vater übergab und ver-kaufte ihm am 22. September 1678 das Erbgut zu Mittel-Leuters-dorf für 2460 Talers.

Heinrich Ehrensried vermählte sich mitMaria Elisabeth v. pentzig,einer Tochter Hans Siegmunds v. p. auf Gber-Nudelsdors (bl vonSeidenberg), wodurch er in den Besitz dieses Gutes gelangte. Nach ihresGatten kinderlosem Tode kaufte Frau Maria Elisabeth von ihren beidenSchwägern Heinrich Gottlob und Heinrich Erhard v. G. das Gut Dber-Nudelsdorf am 17. Juni 1699 für 9773 Talers. Sie ging am 15. Februar1700 eine zweite Ehe ein mit Ernst Adolph v. Salza, der aber bereitsam 27. April 1700 wieder verstarb h. Eine dritte Ehe schloß sie mitdem ehemaligen holländischen Leutnant Friedrich Wilhelm v. Kpaw am14. (Oktober 1701"). Sie verkaufte ihm das Gut Gber-Nudelsdorf am1. April 1701 für 10000 Taler. Nach seinem am 1. Januar 1712")erfolgten Tode fiel Gber-Nudelsdorf an die Witwe. Geboren am 28. Mai1652, starb sie am 22. Dezember 1712h.

III. Heinrich Erhard v. G., der jüngste Sohn Johann Georgs,pflanzte den Stamm fort. Er war im Jahre 1653 geboren. Im Jahre1673 bat sein Vater den Kurfürsten, Heinrich Erhard unter die zwölfAdeligen, die als Truchsesse in der Kompagnie der Leibgarde zu Noßsich befinden, auszunehmen h. Er rückte bis zur Stellung eines königlichpolnischen kurfürstlich Sächsischen Gberstwachtmeisters auf und befandsich als solcher im Ehrengeleit bei der Beisetzung der Leiche des Kur-fürsten Johann Georgs III. in Freiberg am 11. Dezember 1691 h. HeinrichErhard kaufte am 6. März 1688 von seinem Vater das Lehngut Gber-Leutersdors, zugleich auch das Vorwerk und Erbgut Mittel-Leuters-dorf. Gber-Leutersdorf war ein vasallengut der Herrschaft Seidenberg.Gtto Ferdinand Leopold Neichsgras v. Nostitz als Herr der HerrschaftSeidenberg entließ am 15. Juni 1694 den Gberstwachtmeister HeinrichErhard v. G. das vasallagii, womit er ihm wegen des Gutes Gber-Leutersdorf verhaftet war*"). Veranlassung zu dieser Gunstbezeigungmögen vielfache Dienste gewesen sein, die Johann Georg und sein SohnHeinrich Erhard dem Grafen Gtto v. Nostitz, dem Vater des Grasen Gtto

fl sfl. G. Kloßs, Sammlung historischer Nachrichten von Seidenberg, 1762, S. 331.2) H.-St.-N. Loo. 9548, Vas 10. Buch Gberlaus. Lehens-Sachen, Erbverwand-lungen betr., 1682-1708, Zol. 465.

fl Zum ersten Mitbelehnten ernannte sie Ernst Gottlob v. Rindfleisch,fl fKloßs, Leidenberg, S. 332. fl y Kyaw a. a. O., S. 145.fl Dieses den Lehnsakten entnommene Votum ist wohl richtiger als das beiv. Kqaro a. a. D. S. 145 angegebene: 1710. fl Ebenda, S. 145.fl H.-St.-N. Gen. Noe. 11362, Oberland,fl Müller, ^.nnalss Laxonioi, 1700, S. 613.

ifl Heinrich Erhard suchte hierauf am Landtage Triurn rsZurn 1695 bei denLandständen des Görlitzer Kreises um seine Nufnahme nach und erhielt sie. verKurfürst erteilte am 27. Npril 7. Mai 1695 seine Zustimmung zu der EntlassungHeinrich Erhards aus dem vasallagium der Herrschaft Seidenberg und befahl demLandvogt, der v. D. sei zur Nblegung der schuldigen Pflicht zuzulassen und habe dieLehn von Zoll zu Fall bei dem Görlitzer Nmt in Zukunft zu suchen.