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v. Nüßler.
10. Juli 1664, besuchte von 1683-1685 das Zittauer Gymnasium*),studierte, wurde Doktor der Medizin, kaiserlicher pfalzgras, Rat des FürstenFerdinand August Leopold v. Lobkowitz, Leib- und hosarzt, physikusdes Fürstentums Sagan, Mitglied der kaiserlich Leopoldinischen Akademieder Naturforscher unter dem Namen Ntesias. Als Begleiter des zweitenPrinzen von Lobkowitz I, der 1711 mit seinem Regiment bei Grünbergstand, starb er infolge eines Sturzes vom Pferde am 16. August 1711.In der evangelischen Rirche zu Sagan wurde er begraben,- dort wurdeihm auch ein Epitaph errichtet. Johann Gottlob war vermählt mitJohanna Hedwig geb. „v. Myngen". von ihrem jüngsten im Jahre1736 gestorbenen Sohne Erdmann Ferdinand v. N. (siehe unten S. 371)erbte sie das Gut Weigsdors (blO von Zittau). Am 11. August 1746starb sie, worauf Weigsdors an ihre sie überlebenden Söhne fiel.
Johann Gottlob v. N. hatte vier Söhne:
I. Johann Maximilian, besuchte im Jahre 1709 die primades Zittauer Gymnasiums^), ging in kurfürstlich Sächsische Militärdienste,vermählte sich 1725 als Leutnant im Rlingenberg scheu Dragoner-Regimentmit Johanna Tharlotte v. Gersdorfs, Tochter Lrasmi v. G. ausWeigsdors. Lr kaufte von seiner Gattin am 12. April 1727 deren GutWeigsdors nebst dem pertinenzstück Neugersdors (dl>V von Weigs-dorf) für 10000 Taler. Er legte das nach ihm benannte benachbarteGut Maxdors an. Als Hauptmann starb er am 9. April 1734 inRrakauh. Seine Gattin, geboren am 2. Dezember 1683, vermählt am7. Februar 1725, starb am 8. Januar 1733 und wurde in Weigsdorsbestattet^).
II. Johann Friedrich, starb in holländischen Diensten alsOberstleutnant der Garde im Haag am 30. September 1769 ohne Leibes-erben. Am 12. April 1747 hatte er, damals Major, zugleich mit seinemBruder Larl Gottlob, auf dem Vogtshose zu Görlitz den Erbbries überdas Gut Nieder-Weigsdorf erhalten, das nach Ableben ihrer Mutter,Frau Johanna Hedwig v. N., aus sie verfällst war.
tz Th. Gärtner, Schüler des Zittaucr Gymnasiums von 1586 — 1782, 5. 2Y.h Vas ist also wohl Iosephus Antonius Augustus v. Lobkowitz, geboren 15. April1681, gestorben als kaiserlicher General vor Belgrad 16. August 1717. I- Hübner,Genealogische Tabellen, I. Teil, 1727, Taf. 249.
3) Gärtner a. a. <v. L. 29.
y Attest des Lhevalier de Saxe: „tvasmaßen der bey dem mir allergnädigstanvertrauten Regiment gestandene Lapitaine, H. Johann Maximilian v. Nüssler, den9. ^.prilis an. our. in Lracau an der damahls grassirenden Fieber Rranckheit, iedochdem eingelauffnen Rapport nach bey völligem verstände, verschieden und hierauffallda mit gewöhn!: militairischen Ehrenbezeugungen zur Erden bestattet worden;Solches wird hiermit von Regiments Gerichts wegen attestiret. vretzden, den4. Hovsmbr. 1724. Sr. Rönigl: Mayt: in Pohlen und Lhurfürsil: vurchl: zu Sachsenüber ein Regiment Dragoner bestallter Dbrister, des Pohl: weißen Adlers, wie auchdes Maltheser Groß Lreuh Crdens Ritter. Lbcv. <Zs 8sxs". (B. 8.) Lehnsaktenlveigsdorf. - Die von Büsching a. a. <v. I, S. 242 gemachten Angaben überJohann Maximilian v. N. sind somit unrichtig.
b) Daten nach den Angaben ihres Leichensteins in lveigsdorf. Rloß, Geneal.Nachrichten, Mspt. Bd. VI, v. Gersdorfs.