342
v. Nostitz.
Kunkel- und Spindellehngüter Übigau und Krinitz (beide von
Bautzen, 8 von Königswartha) für 30000 Taler und 200 Taler Schlüssel-geld. Km 8. April 1767 belehnt, verkaufte sie schon am 26. September1769 den Besitz wieder an Molsgang Freiherrn v. Niesch.
Mols Gottlob hatte aus seiner zweiten The drei Kinder (a-c):a. Lrnestina Tarolina, * zu See 21. Februar 1761.d. Gottlob Adolph Trust. Siehe unten,o. Lhristiane Tharlotte Auguste, * zu Bautzen 21. Oktober1767, getauft am 25. d. M., ft zu Gppach 24. Juli 1769 im Alter von1 I. 9 M.
Mols Gottlob hatte testamentarisch verordnet, daß sein einzigerSohn Gottlob Adolph Trust Gppach und Moholz erben und seinenSchwestern den Pflichtteil herausgeben sollte. Mols Gottlobs Witwe erbtenach dem im Jahre 1769 erfolgten Tode ihrer jüngsten Tochter derendritten Teil an den Trb- und Allodialgütern Ober- und Nieder-Gppach,Wurbis und pertinentien.
d. Gottlob Adolph Trust v. N.h, der einzige Sohn Mols Gott-lobs, wurde zu See am 21. April 1765 geboren, trat in den SächsischenStaatsdienst als Auditor beim Gberhosgericht zu Leipzig, wurde 1785wirklicher Finanzrat, später Beisitzer des Gberlausitzischen Iuäieiumoräinariuin, Mitglied der Kriminal-Kassen-Deputation, Beisitzer deslandständischen Waisenamts und 1792 Landesältester des Bautzner Kreises,1804 Dberamtshauptmann der Gberlausitz. Im Jahre 1807 wurde erals Gberkonsistorialpräsident nach Dresden versetzt, erhielt 1809 seineErnennung zum Konserenzminister und wirklichen Geheimrat. 1831 trater von den eigentlichen Staatsgeschästen zurück, blieb aber bis zu seinemTode Grdenskanzler. Lin ausgezeichneter Staatsmann, ein um seinenFürsten und sein Vaterland, besonders auch um seine GberlausitzischeHeimat hochverdienter Mann, starb er auf seinem Gute Gppach am15. Oktober 1836. Neben Schriften gemeinnützigen Inhalts veröffentlichteer unter dem Namen „Arthur von Nordstern" zahlreiche Gedichte^). Gott-lob Adolph Ernst war vom Jahre 1795 bis 1817 verdienter Präsidentder Gberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften. Sein Porträt schmücktden Sitzungssaal der Gesellschaft in Görlitz^).
Mas seinen Güterbesitz anbetrifft, so erhielt er am 16. November1786 den Lrbbrief über das väterliche Gut Gppach. Nieder-Gppachverkaufte er 1823 an seinen Sohn Julius Gottlob, kaufte es aber vonseinem anderen Sohn Eduard Gottlob, in dessen Hände es unterdessenübergegangen war, am 22. November 1832 wieder zurück. Über Moholzerhielt er am 2. Mai 1786 den Trbbrief. Dieses Gut behielt er bis zumJahre 1791,' am 14. Gktober dieses Jahres veräußerte er es an HansTarl Gottlob v. Schweinitz. Wenige Jahre später, am 10. März 1795,
h Nekrolog im Neuen Laus. Mag. Bd. 14, N. S. 186.
h Seine zahlreichen Schriften verzeichnet Gtto, Dberlaus. Schriftsteller-Lexikon II,S. 72?! I- v. Schulze, Supplementband, S. 30?! Neues Lauf. Mag. Bd. 14, S. 24, 37;Bd. 14, N. S. 188.
tz Nbgebildet im Neuen Laus. Mag. Bd. 80.