Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
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343
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v. Nostitz.

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Kaufte Gottlob Adolph Ernst das Rittergut Zschillichau (IMO vonBautzen) von Carl Friedrich August v. Schönfeldt für 15 200 Taler undeine an den Verkäufer bis zu dessen Tode zu zahlende Leibrente von80 Talern. Am 4. Mai 1795 erhielt er den Erbbrief; schon am 15. März1796 verkaufte er das Gut an Ernst Tarl Gotthelf v. Riesenwetter. Andem nämlichen Tage erhielt er wegen seiner Schutzuntertanen zu Jenk-witz (0 von Bautzen) den Lehnbrief. Leine später erfolgende Wahl zumGberamtshauptmann veranlaßte ihn aber im Jahre 1806 der Gemeindedie Schutzherrschaft aufzukündigen und die Lehn auszulassen, von WolfLudwig Ernst v. Riesenwetter erwarb Gottlob Adolph Ernst am 10. Sep-tember 1800 für 40 000 Rtlr. und 300 Rtlr. Schlüsselgeld das Gut Werda

von Rothenburg, am weißen Schöps), verkaufte es aber schon am18. September 1803 wieder an Karl Friedrich v. Schmieden, von seinerGattin erwarb er endlich am 28. Dezember 1810 das Gut Doberschau(88^V von Bautzen), erhielt es am 22. Januar 1811 zu Lehn verreichtund verkaufte es am 7. Oktober 1820 an seinen Schwiegersohn JuliusAugust Freiherrn v. Marschall-Altengottern.

vermählt hatte sich Gottlob Adolph Ernst am 31. Mai 1786h zuSchkeuditz mit Henriette Sophie v. Bose. Sie kaufte am 16. März1793 das Gut Doberschau und wurde am 2. August d. I. belehnth.Am 28. Dezember 1810 veräußerte sie das Gut an ihren Gatten.

Gottlob Adolph Ernst hatte folgende Rinder (1-8):

1. Elise Henriette, vermählte Thesauriatsrätin v. podmanitzkyaus der Herrschaft Assöd in Ungarn.

2. ThereseLIementine, vermählt mit GrasRarl Alexanderv.Rex.

3. Eduard Gottlob, geboren zu Dresden 31. März 1791, ge-storben daselbst 8. Februar 1858, erst Lützower Jäger, später GeheimerFinanzrat, königlich Sächsischer Staatsminister, Senior des hochstistsMeißen, Dompropst zu Bautzen. Er kaufte am 30. März 1829 Nieder-Gppach von seinem Bruder Julius Gottlob für 10000 Taler, verkauftees aber am 22. November 1832 an seinen Vater zurück, von dessenErben erwarb er dann im Jahre 1837 die Güter Gppach und per-tinentien. Laut Adjudikationsscheins vom 17. April 1856 erstand er dasRittergut Gber-Taubenheim von Neusalza) in notwendiger Sub-hastation für 25 000 Taler; am 31. August 1856 verkaufte er Gber-Taubenheim seinem Sohne Wolf Adolph Gottlob für 14 697 Taler6 Ngr. 6 Pf. Wolf Adolph Gottlob hatte bereits am 2. August 1847das Erb- und Allodialrittergut Nieder-Taubenheim für 24500 Talergekauft^). Vermählt hatte sich Eduard Gottlob: I. Dresden, den

9 v. Uechtritz a. a. T>. I, 5. 147.

h Auf ihr Ansuchen wurde vom Nurfürsten am 14. Juni 1794 die Schrift-sässigkeit für Doberschau bewilligt gegen Entrichtung eines jährlichen Kanons von1 Taler. (Doberschau ist Meißnisch.)

h Wolf Adolph Gottlob starb am 15. fZuni 1875 und hinterließ die (am5. Januar 1909 gestorbene) Witwe Frau Marie Elisabeth v. N. u. I., geb. v. Potenzund die Kinder: Latharina Erdmuthe 3da Therese, geb. 3. März 1851; GottlobWilhelm Woldemar, geb. 2. Juli 1852, Sekondeleutnant im königlich SächsischenGardereiter-Regiment; Agathe Tharlotte Tlotilde, geb. 2. Dezember 1853.