v. Minckwitz.
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weder zum Beilager nach Torgau'), noch zur Belehnung nach Bautzenkommen. Erst im Jahre 1630 wurden beide Brüder mit ihrem Anteilan Lindenau belehnt. Georg Caspar d. I. versckwindet nun aus derGberlausitz.
b. Loth Gotthard v. M., der jüngere Lohn Georg Easpars d. A.,wurde zu Lindenau am 11. Februar 1611 geboren H. Km Dienstagnach Margarethen 1640") verkauften ihm die Helwigsdorfschen Erbenihr im Gute Lindenau ererbtes Pfandrecht der 30000 Fl. Kapital für19000 FI. Der Kurfürst verwandelte ihm am 24. Dktober 1651 aussein Ansuchen das Gut Lindenau aus Lehn in Erbe; am 1. Februar1652 erhielt er den Lrbbrief"). Am 18. Mai 1668 legte er den Grund-stein zu der von ihm erbauten Kirche zu Lindenau").
Loth Gotthard erfreute sich großen Ansehens: er war Landes-ältester des Bautzner Kreises, dann Kur- und fürstlich Sächsischer Kat undLandeshauptmann des Markgraftums Niederlausitz. Am 28. Mai 1663nahm er, damals als kurfürstlich Sächsischer Kat und Amtshauptmann derÄmter Dobrilugk und Finsterwalde bezeichnet, als einer der zehn Karos euriaean einem Mannlehngericht aus dem Schlosse Grtenburg in Bautzen teiU).
Loth Gotthard starb in Dresden am 9./19. Februar 1678. SeinMonument befindet sich in der Kirche zu Lindenau')- vermählt war ermit Ursula v. Gersdorff, Tochter Uikols v. G. aus Doberschütz. Siebrachte ihm zufolge der Lheberedung vom 30. November 1640 2000 Tlr.als Ehegeld mit, wogegen er sie am 19. Januar 1643 aus Lindenauverleibgedingen ließ. Ein Jahr vor ihres Gatten Tode kaufte sie am14. Mai 1677 von Thristoph Heinrich v. Loß das Gut Tettau (bl vonLindenau, von Kuhland, an der Pulsnitz) für 8000 FI. Meißnisch.
Am 1. September 1677 verwandelte ihr der Kurfürst das Gut aus Lehnin Erbe"). Am 3. Dezember 1679 starb sie.
Kinder scheint Loth Gotthard nicht hinterlassen zu haben"), da er alsErben einsetzte seinen „Vetter" Caspar Lhrenreich v. M. a. d. H. Malsitz(vergl. S. 216). Ursprünglich hatte Loth Gotthard Lindenau zu einemMajorat bestimmt'"). In einem Kodizill vom 23. Juni 1672 änderte er aber
tz Gemeint ist jedenfalls die Vermählung der Tochter des Kurfürsten JohannGeorgs I. von Sachsen, Sophia Eleonora mit dem Landgrafen Georg II. von kjessen-varmstadt am I. Npril 1627 in Torgau. G. Posse, Die Wettiner, 1897, Taf. 29und S. 91. H y Feilitzsch a. a. G., S. 196.
-h 2n den Lehnsakten Lindenau heißt es: Km 10. Juli, Dienstag nach Mar-garethen, 1640. kper ^,>iß ein Irrtum vorliegen, da der Margarethentag am 12.,13. usw. bis 20. Juli gefeiert wurde, aber nie vor dem 12. Juli. Grotefend, Zeit-rechnung, I, S. 118.
tz H-'M.-N. I-oe.9547, Vas vierdte Buch Gberlaus. Lehens-Sachen 1666 — 81,5ol. 223.
„Die schwarze Elster" Nr. 148. (1911).
") Weinart, Lehnrecht des Markgrafthums Dberlausitz, II. Teil, 1788, S. 305.
tz Knie, Übersicht der Dörfer -c. Schlesiens, 2. Nufl. 1845, S. 372.
8) H.-St.-N. I-oo. 9548, Vas achte Buch Gberlaus. Lehnssachen, 1672 — 81, Fol. 74.
°) Fräulein Tharlotte Tleonora v. Blumenthal wird 1668 als seine „vielgeliebtePflegetochter" bezeichnet. „Die schwarze Elster" Nr. 148 (1911).
uh verzeichniß Gberlaus. Urkunden II. 8d., S. 330: Majoratsstiftung auf Lindenauam 6./16. Iuni 1668.