Print 
2 (1913)
Place and Date of Creation
Page
140
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
 

140

v. Marsowitzv. Mauschwitz.

v. Marsowitz h.

Johann Friderici, Or. mo6., kaufte am 1. November 1756 dasGut Gersdors am Oueis (dt von Lauban) von Johann Gottlob k

Lhrenreich v. Kpaw für 28 000 Tlr. Kauf- und 300 Tlr. Schlüsselgeldund erhielt am 16. September 1761 den Lehnbrief ausgefertigt. LlmI.Mai 1763 veräußerte er das Gut für 30000 Ntlr. und 300 Tlr.Schlüsselgeld an Lrdmuth Tharlotte v. Warnsdorf, geb. v. Leubnitz.

Während er sich im Jahre 1755 nur vr. Johannes Fridericinennt, unterzeichnet er sich im Jahre 1761: Johann Friedrich v. Marso-witz,' 1764 heißt er vr. Johann Friderici v. Marsowitz^).

Nach dem amtlichen Littest des Steinkircher Pfarrers Splittgarbvom Jahre 1764^) hielt sich Johann Friderici v. IN. auf Gersdors,berühmter Nocl. praot., nach dem verkaufe seines Gutes Gersdors inGber - Beerberg (bei Marklissa) aus dem herrschaftlichen Hose auf undstarb daselbst im Lllter von 61 Jahren am 20. Oktober 1763. DerselbePfarrer bescheinigt, daß dem Johann Friderici v. M.,damaliger Grund-herrschast von Gber-Beerberg und vr. mocl.", sowie seiner Gattin, derMaria Juliana v. M., geb. Weisin, am 31. März 1752 ein Sohngeboren wurde, der in der Taufe am 3. Llpril die Namen JohannTarl Gottfried erhielt.

Lindere Kinder des Johann Friderici v. M. waren Carl LlugustFriedrich v. M. und Friederike Juliane Lluguste v. M.

Wappen: Dr. Johannes Friderici siegelt im Jahre 1755 folgender- '

maßen h: Schild geteilt. Oben ein Kreuz, dessen Llrme nicht bis an dieSchildränder reichen, unten ein dreiblätteriges Kleeblatt, der Stengelnach unten gerichtet.

v. Mauschwitz.

Die v. Mauschwitz sollen eines Stammes mit denen v. Debschitzsein^), wie denn auch beide Geschlechter ein ganz ähnliches Wappenführen. Zu Llnsang des 16. Jahrhunderts besaß die Familie v. M. dieGüter Llrmenruh und Harpersdorf im Kreise Goldberg - haynau undbreitete sich von hier aus weiter in Schlesien aus. In der Dberlausitzwird zu Beginn des 17. Jahrhunderts flüchtig ein Nikol v. M. erwähnt,der ein Stück Fließwasser bei Friedersdors swelches?) besaß, mit demdann 1604 Christoph v. Kalckreuth belehnt wurde h.

fl Sinapius in seinen Schlesischen Luriositäten, I. Bd., 1720, S. 630 erwähnteinen Mroczko de Marschowitz, der im Fahre 1337 ein vornehmer Lavalier bei HerzogBoleslaus zu Liegnitz war. Lin Martin Vranitzky von Marssowitz erhielt, Pragden 23. Januar 1538, einen IVappenbrief. v. voerr, Der Kdel der BöhmischenGrönländer, 1900, S. 15.

2) Lehnsakten Dersdorf am tpueis.fl Ebenda. fl Ebenda.

fl Z. Sinapius, Schlesische Luriositgten, I. Bd., 1720, S. 631.fl H.-St.-K. Boo. 9545, verzeichnüss der Lehen und Leibgedinge in Gber-lausitz cls ao 1604-1617, Zol. 36.