v. Maxen.
141
Maximilian v. M. auf Dätzdorf im Kreise Bolkenhain, vermähltmit Susanna Sophia geb. v. Schachmann, hatte zwei Söhne:Maximilian, der als Oberst in königlich preußischen kurbranden-burgschen Diensten stand, und Friedrich Leonhard (auch FriedrichBernhard geschrieben), Major in der nämlichen Armee. Diese beidenBrüder wurden nach dem am 16. November 1772 erfolgten Tode ihrerCousine, der Tochter Franz Adolphs v. Schachmann auf Kunnersdorf,Frau Johanna Eleonore verw. Kammerherr v. Gustedt, geb. v. Schach-mann, je mit einem siebenten Teil von Mittel-Königshain vonGörlitz) am 23. Januar 1775 belehnt.
Larl Maximilian Ferdinand v. M., preußischer Kriegs- undDomänenrat, dann Lhef-Präsident der kurmärkischen Kammer, seit dem6. Dezember 1786 wirklicher Geheimer Staats-, Kriegs- und dirigierenderMinister, gestorben 1792 h, war vermählt mit der am 4. Juli 1741geborenen Tochter Nikol Larls v. Debschitz aus Schadewalde, SophiaNenata Tharlotte v. Debschitz. Mündig geworden, wurde sie am19. Juli 1763 mit Schadewalde (88^V von Lauban) belehnt. Differenzenwegen der Administration und Ususruierung von Schadewalde zwischenFrau v. M. und ihrem Gatten führten zu einem vergleich vom 28. Februar1763, dessen wesentlichste Bestimmung die war, daß Frau v. M. ihremGemahl anstatt der ihm bisher eingeräumt gewesenen Administrationund Ususruierung des Gutes Schadewalde ein Kapital von 8000 Talernzedierte. Frau v. M. verkaufte Schadewalde und Altstadt am 27. Februar1764 an Frau Friederike Dorothea v. Manteuffel, geb. v. Dpherrn, für36000 Taler.
Mappen: Im silbernen Schilde ein grünes Seeblatt, der Stil nachunten. Helm ungekrönt. Kleinod: Offener silberner Flug, dazwischendas grüne Seeblatt. Decken grün-silbern. Siebmacher I, Tas. 72,Nr. 12 unter den „Schleßingischen".
v. Maxen.
vom 14. bis über die Mitte des 18. Jahrhunderts hinaus sindAngehörige des alten Meißnischen^) Geschlechts v. Maxen in der Ober-lausitz ansässig gewesen, wir besprechen die Geschichte der Familie inder Gberlausitz von ungefähr der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundertsan bis zu ihrem Erlöschen und unterscheiden der Übersichtlichkeit wegenfolgende Linien:
>) Frhr.v. Zedlitz-Neukirch, preußisches Ndels-Lexicon, III.Bd., 1837, S. 378.
2) Nach v. Mülverstedt gehören die v. M. zum eingeborenen Ndel der Gber-lausitz, sie sind „jedenfalls von undeutscher Extraktion". Neues Laus. Mag. Bd. 67,S. l47 ff., des. 5. IY2. vergl. hierzu die weiteren Nuseinandersetzungen zwischenv. Mülverstedt und Nnothe: Neues Laus. Magazin Bd. 68, S. 30, 26l, 270. -wir vermögen der Nnsicht v. M.'s über die Heimat der v. Maxen nicht beizupflichtenund können die von ihm beigebrachten Nrgumente als beweiskräftig nicht anerkennen.