v. Lützelburg.
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„Vettern" der Gräfin Amalie Christiane zu Solms, geb. Freiinv. L., waren Anton Freiherr v. L. und dessen Bruder Franz Joseph*).Sie hatte die Güter preititz und Lannewitz (140 von Bautzen) amI.INärz 1701 käuflich erworben und überließ beide ihrem Vetter, demeben genannten Obersten Anton Freiherrn v. L., . . . „so aus ihr derFrau Gräfin Ihro Gnaden beschehenes freundliches Ansuchen die sonder-bare Asfection gegen sie bezeuget, seine in Spanien gehabte avanta^everlassen und zurückgesetzet und zu ihrer nicht geringen Freude und Wohl-gefallen heraus in die Gberlausitz kommen, fsie überließ) auch ihm inZukunft, da sie in hiesigen Landen keine Anverwandten ihres wohlseeligenHerrn Vaters Namens und Geschlechts hätten, ihre neu erkaufte und vonIhrer Ngl. INaj. in Polen und Thurs. vurchl. zu Sachsen ic. unsermallergnädigsten Herrn ins Erbe allergnädigst verwandelte Güter preititzund Gannewitz und deren pertinentien, auch mit deren oneribus undSchulden, nämlich 20000 Thalern noch unbezahltem Naufgelde perclonationem inter vivos" ... am 14. Dezember 1703. Dem FreiherrnAnton v. L. auf preititz eignete seine Lousine, die eben erwähnte GräfinAmalie Lhristiane zu Solms, geb. Freiin v. L., ferner mittels Vergleichsvom 10. September 1705 die Güter Nieder-Gurig, Doberschütz undGroß-Dubrau zu. Am 8. Oktober 1705 erhielt er den Lehnbrief überdiese Besitzungen ausgestellt^). Neben seinen Dberlausitzischen Güternbesaß Anton auch das unter Französischer Botmäßigkeit stehende GutImmlingen in Lothringen,- er war zu gleicher Zeit Französischer undkursächsischer Vasall.
Anton Freiherr v. L. war seit 1711 Gberhofmeister des SächsischenNurprinzen und dessen Reisebegleiter, er beteiligte sich im Jahre 1712als kommandierender General an dem Feldzug in Pommern, wurdeNabinettsminister und starb am 15. April 1739 unvermähltb). Seit etwadem Jahre 1720 führt Anton den GrasentitelH.
Schwestern des Grafen Anton waren die Gräfinnen Bionsac undlles ^Ileurs.
tz L. vehse, Geschichte der Höfe des Hauses Sachsen, 6. Teil, S. 82, gibt an,Rnton „war wahrscheinlich ein Sohn des Wigand v. L." Vas ist wohl nicht richtig. Wirvermögen indessen nicht mit Bestimmtheit den Namen des Vaters klntons anzugeben.
2) Oer Rönig-Rurfürst wollte am 27. Januar 1723 . . . „dem Rittergute Nieder-gurig mit allen dessen Zubehörungen, wie es der Graf v. L. an sich gebracht undbesitzet, hiermit die Nrt und Eigenschaft des Lehns, blos mit Vorbehalt der Unsschuldigen Recognition und Brasstanäorum, gänzlich benommen und selbiges ausdem Erblehn in ein pures Nllodium und Erbgut verwandelt haben, daß selbiger undalle seine Erben und Nachkommen, sie mögen seines Geschlechts oder gänzlich extransisein, solches Gut Niedergurig mit allen Zubehörungen, auch Rechten und Gerechtig-keiten als ein pures Nllodium und Erbgut besitzen, nutzen und gebrauchen, veräußern,verpfänden und sowohl durch Handlungen unter den Lebendigen, als durch Testamentund letzten Willen, wie nicht weniger nach Lrbgangsrecht, an andere in eben diesergualitats alloäiali, welche dem Gute zu immerwährenden Zeiten inhaeriren soll, erb-und eigenthümlich transferircn mögen" . . . Lehnsakten Nieder-Gurig.
3) Er erreichte ein Nlter von 68 Z. 2 NI. Bestattet wurde er in Bautzen.Luriosu Saxoniou 173Y, S. 174.
H Vas Jahr der Erhebung in den Grafenstand ist nicht bekannt.